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Keimzahlen im Koiteich
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Wie hoch ist die Gesamtkeimzahl in Koiteichen?
Tiefer 1‘000 KBE/ml
23%
 23%  [ 16 ]
Höher 1‘000 KBE/ml
15%
 15%  [ 11 ]
Höher 10‘000 KBE/ml
17%
 17%  [ 12 ]
Höher 50‘000 KBE/ml
17%
 17%  [ 12 ]
Höher 100‘000 KBE/ml
15%
 15%  [ 11 ]
Höher 500‘000 KBE/ml
4%
 4%  [ 3 ]
Höher 1‘000‘000 KBE/ml
5%
 5%  [ 4 ]
Stimmen insgesamt : 69

Autor Nachricht
peter54
Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.02.2012
Beiträge: 149
Wohnort: 87700

BeitragVerfasst am: 10.12.2016 17:59    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Schaut gut aus!
_________________
Gruß
Thomas
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adv
Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.02.2012
Beiträge: 314
Wohnort: Hamburg

Verfasst am: 10.12.2016 17:59    Titel: Links zum Thema

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Dänu
Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.09.2012
Beiträge: 513
Wohnort: Luzern

BeitragVerfasst am: 22.12.2016 18:31    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Es weihnachtet, der Nährboden ist bereits festlich geschmückt und das „Gebäck“ wurde rechtzeitig inkubiert.

Schöne Weihnacht!


Gruss aus Luzern

Dani Smile
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tosa
Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.01.2014
Beiträge: 2555
Wohnort: südlicher Speckgürtel von Berlin

BeitragVerfasst am: 22.12.2016 19:41    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Frohe Festtage Dani,

und nochmals vielen Dank für deinen super Threat der mir sehr hilf- und lehrreich ist/war!!!

_________________
Viele Grüße
Torsten

Frisches coppens Futter kaufe ich bei:
www.selfmade-baits.de
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Dänu
Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.09.2012
Beiträge: 513
Wohnort: Luzern

BeitragVerfasst am: 04.03.2017 16:36    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

Bekannter Weise läuft die Vorfilterung an meinem Teich durch zwei Filtoclear 15‘000. Natürlich ergibt sich durch diese Technik kein partikelfreies Wasser, was mich und anscheinend auch meine Koi nicht stört. Ich reinige diese Filter mittels Hebelfunktion regelmässig und bemerkte immer wieder wie kleine Schaumstoffteilchen ausgespült wurden.

Oase empfiehlt diese Schwämme jährlich zu ersetzen. Na ja, nach sieben Jahren dachte ich es wäre nun wirklich an der Zeit dies zu tun und kaufte im Sommer 2016 zwei neue Set.

Ich staunte nicht schlecht oder besser gesagt, ich bin erschrocken. Auf dem Bild ist ein neues Set an Schwämmen für einen Filtoclear zu sehen und darunter was von meinen zwei „Vorfilter“ noch übrig geblieben ist.

Wenn ich die durchschnittlichen Keimzahlen vor und nach der Auswechslung der Schwämme vergleiche, kann ich berichten dass sich die GKZ mit dem neuen Material um 22% gesenkt hat. Es spielt jedoch keine Rolle ob ich nun 4‘000 oder 3‘000 KBE/ml im Teichwasser habe, das ist „Hans was Heinrich“. Darum werde ich die Schwämme wohl erst wieder im Jahre 2023 ersetzen.
Wink

Gruss Dany Smile
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Dänu
Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.09.2012
Beiträge: 513
Wohnort: Luzern

BeitragVerfasst am: 11.05.2017 20:33    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen

Das Angebot von Nährböden zur Hygienekontrolle ist gross und für den Koihalter verlockend. So könnten beispielsweise Spezial –Agars zur Ermittlung von Aeromonas oder Pseudomonas bestellt werden um Abstriche des kranken Koi zu kultivieren, Diagnose zu stellen und den Fisch auch gleich selber zu behandeln. Dies wäre doch super und absoluter Luxus am Teich.

Wieso dies der Koihalter nicht tun sollte, habe ich auf Seite 25 in diesem Thread schon einmal beschrieben. Auf Grund aktueller Bewegungen hinter der Bühne des „Keimzahl Thread‘s“, möchte ich mit einem Beispiel aus meinem Arbeitsalltag noch einmal auf die Problematik beim Einsatz von Selektivnährböden hinweisen.

Im beschriebenen Fall handelt sich um einen Selektivnährboden für Enterokokken, bekannt auch unter dem Namen Fäkalstreptokokken. Mit diesem Agar kann eine bestehende Verunreinigung fäkalen Ursprungs nachgewiesen werden. In meinem Teichwasser zurzeit pro KBE/ml noch nicht nachweisbar. Unten habe ich Ausschnitte aus dem Produktebeschrieb eingestellt, die ganz klar den Verwendungszweck dieses Nährbodens festlegen.

Auch ist bei der Beurteilung des Resultates beschrieben welche Farbe Enterokokken Kolonien auf diesem Nährboden entwickeln. Nämlich rot und dies ist auch mit einem Bild auf dem Beschrieb festgehalten. Es wird auf die Begleitflora hingewiesen, die farblose oder violette Kolonien bilden wird. Ein schön farbiger Produktebeschrieb bei dem es eigentlich keine Fragen gibt.

Es war ein kleiner Produktionsbetrieb für Lebensmittel, eingerichtet mit einer „Laborecke“ wo auch einfache bakteriologische Untersuchungen zur Sicherung der Qualität durchgeführt wurden. Eines der Endprodukt aus diesem Betrieb, war nach Aussage des Betriebsleiters immer mit Enterokokken belastet was natürlich verunsicherte. Etliche Anstrengungen wurden schon gemacht um diese unerwünschte Keimbelastung zu beseitigen und das Produkt endlich freizugeben.

Nun, wir erhielten ein solches Produkt um dieses auf Enterokokken zu testen. Der Befund schien positiv und die Bakterienkolonien zeigten sich wie auf dem Produktebeschrieb in einem vorbildlichen rot. Auch der mikroskopische Befund war klar aber die Höhe des Resultates mit mehreren 100‘000 KBE/ml Enterokokken war nachdenklich hoch und für die untersuchte Probe ungewöhnlich. Im Zweifelsfall gibt es Bestätigungs-Nährböden für Enterokokken, die im genannten Beispiel zum Einsatz kamen.

Dabei wird die verdächtige Kolonie auf dem Agar ausgestrichen, inkubiert und das Bakterienwachstum durch eine Schwarzfärbung als Enterokokken positiv bestätigt. Die präsumtiven (verdächtigen) Kolonien waren allesamt negativ. Für den Kunden ein erfreuliches Resultat und für das Laborpersonal ein „Wink“, steht’s aufmerksam und kritisch zu bleiben. Die Identifikation ergab Lactococcus sp. die im mikroskopischen Vergleich, schwer von Enterokokken zu unterscheiden sind. Es ist etwas tragisch aber die Verantwortlichen dieses Kleinbetriebes hatten bereits den Kampf gegen ihr eigenes Impfgut aufgenommen!

Ich konnte meiner Neugier nicht wiederstehen und beimpfte diesen Selektivnährboden für den Nachweis von Enterkokokken mit verschieden Keimen, unter anderem mit Bifidobakterien und Lactobacillus rhamnosus. Diese Keime sind beliebte Probiotikazusätze für gutes Wasser und Gesundheit der Koi. Der Bifidus wuchs auf diesem Nährboden etwas gehemmt aber in beschriebenem „Enterokokkenrot“, war jedoch auf dem Bestätigungsagar negativ. Gut so! Der Lb. rhamnosus jedoch, schlug mit vollem Wachstum durch und bestätigte sich auch noch als Enterococcus.????????

Ausschnitte aus der Stellungsname des Herstellers zeigten sich bescheiden und lauteten wie folgt:

„Lactococcus sp. und Lactobacillus rhamnosus gehören bis dato nicht zum Prüfumfang des genannten Mediums. Werden somit nicht spezifiziert.
Im Datenblatt steht explizit geschrieben, dass die Bestandteile des Mediums die meiste Begleitflora (neben den Enterokokken) hemmt, aber eben nicht vollständig.
Der Kunde ist bei unklaren Ergebnissen auch immer in der Pflicht weitere selektive Bestätigungsmedien einzusetzen, um die Organismen weiter zu charakterisieren bzw. zu identifizieren,
wie es im vorliegenden Fall auch geschehen ist.
In unserer QC werden nun Lactococcus sp. und Lb. Rhamnosus Stämme auf diesem Medium angeschaut hinsichtlich der farblichen Unterschiede.
Wir hoffen damit geholfen zu haben.“

Dieses Beispiel wird sich auch bei Selektiv-Nährböden zur Ermittlung von Aeromonas oder Pseudomonas wiederholen und darum empfehle ich den Einsatz von solchen Spezial-Nährböden für fachunkundige Personen nicht. Verabreichungen von Antibiotika bei falscher Diagnose, fördert nicht die Gesundheit des Koi sondern die Resistenz von Bakterien gegenüber solcher Substanzen.

Wenn sich der Koihalter mit der Bakterienwelt befassen will, soll er sich nur mit der Ermittlung der Gesamtkeimzahl seines Teichwassers beschäftigen, dann hat er schon viel für die Gesundheit und dem Wohlergehen seiner Koi beigetragen!


Informationen zu diesem Thema gibt es in diesem Thread zur Genüge, man muss es nur lesen.

Gruss Dany Smile
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Fred S
Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.10.2016
Beiträge: 241
Wohnort: LPZ

BeitragVerfasst am: 11.05.2017 22:23    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Dany lange nicht solche versiften Schwämme gesehen, da hilft auch die Wissenschaft nicht.
Geiz ist nicht immer Geil
M.f.G
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Petro Wendelstain
Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.05.2014
Beiträge: 246

BeitragVerfasst am: 11.05.2017 22:37    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Tolle Anmerkung. Nur leider völlig daneben. Beweis für : "Ich weiss (leider nicht) dass ich nichts weiss."
Petro
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Dänu
Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.09.2012
Beiträge: 513
Wohnort: Luzern

BeitragVerfasst am: 13.07.2017 12:15    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

und noch ein Beispiel von letzter Woche.

Abgebildet zwei Selektivnährböden für die Ermittlung von Lactobacillus, beimpft mit dem Spiralplatten - Verfahren. In der Koihaltung interessant wenn es um probiotische Ergänzungen des Futters geht. Ein Kunde bat uns diese zu vergleichen. Es wurden verschiedenste Ansätze untersucht und man darf berichten dass auf beiden Nährböden auch wirklich Lactobacillus wächst.

In leichtes Staunen und „Schmuntzeln“ versetzte uns jedoch das Ergebnis der abgebildeten Platten. Bei diesem Untersuch war die Probe frei von Laktobazillen obwohl Platte 2 mit Kolonien voll belegt ist. Bacillus = Stäbchen und alle Bakterien die diesen Namen tragen, haben die Form eines Stäbchens. Die Mikroskopie des Wachstums zeigte ganz klar kokkenförmige (Kugel) Bakterienzellen, womit Nährboden 2 nicht wirklich selektiv ist und Nr. 1 ein verlässliches Resultat liefert.

Ohne Fachkenntnisse und Erfahrung wären auch hier wieder Falschresultate und folgend Falschinterpretationen an der Tagesordnung gewesen.

Diese Beispiele zeigen aber auch, wieso sich viele nicht an bakteriologische Analysen am Teich getrauen. Ohne Fachkenntnisse befindet man sich bei erweiterten mikrobiologischen Aufgaben im Nirgendwo und der Schaden durch falsche Beurteilungen könnte schnell grösser sein als der Nutzen!

Halten wir uns nur an die Ermittlung der Wasserhygiene im Teich, ist dies mit einem entsprechenden Nährboden wie dem PCA (Plate Count Agar) ohne Hexerei und nur mit „Pünktchen“ zählen verlässlich machbar.

Gruss Dany Smile
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Dänu
Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.09.2012
Beiträge: 513
Wohnort: Luzern

BeitragVerfasst am: 13.07.2017 16:31    Titel: Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

Vor einiger Zeit kontaktierte mich ein User und berichtete mir über seine damals bakteriologischen Probleme bei den Fischen.

Er machte sich Gedanken über die Möglichkeiten den Teich im Frühling oder Vorsommer etwas aufzuheizen. Er verlegte deshalb auf dem Garagendach eine mehrere Meter lange Gartenschlauch-Schlange, die er mit Wasser füllte und an der Sonne erwärmen liess, um sie schliesslich im Teich immer wieder zu entleeren. Eigentlich eine sinnvolle Idee um Energie zu sparen. Der Koihalter unterschätzte jedoch die Keimvermehrung in diesem „stehenden Gewässer“, das mit dem Schlauch ein Brutschrankeffekt aufwies.

Ich befüllte meinen 20 Meter langen Gartenschlauch, der fast täglich seinen Einsatz findet und somit gut durchspült ist, mit Leitungswasser und liess in knapp 48 Stunden im Garten liegen. Die Lufttemperatur gegen 28°C. Zugleich faste ich eine Wasserprobe ab Hahn (Gartenanschluss) die sogleich untersucht wurde. Sie wies die Belastung der aeroben mesophilen Keimzahl von 64 KBE/ml auf. Dies ist eine relativ hohe Zahl aber nicht verwunderlich, da dieser Wasserhahn seinen Platz draussen im Garten hat.

Die Probe des Schlauches protzte nach knapp zwei Tagen „Bebrütung“ mit der Zahl von 210‘000 KBE/ml.

Beim oben erwähnten Fall wurde das Teichwasser scheinbar immer wieder frisch beimpft, bis der Keimdruck schliesslich zu hoch wurde und die Koi dementsprechend reagierten und vom KoiDoc behandelt werden mussten.
Wie das restliche Teichmanagement jedoch aussah weiss ich nicht aber nach dem Unterlassen dieser Teicherwärmung gab es keine Bakteriengeschichten mehr.

Wäre aber an diesem Teich die selbständige Erfassung des Keimdruckes mit DipSlides (PC-Agar) bereits Routine gewesen, hätte man auch hier diese steigende Keimbelastung rechtzeitig erkannt und dagegen steuern können.

Gruss Dany Smile
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