Problem beim Teichbau

ThorstenC

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karlheinz schrieb:
Servus,....

Und ohne Druck gibt`s auch keine vernünftige Strömung im Teich.
Das ist logisch.
1.
Mit 10mbar = 10cm Überstauung hatte ich ca. 1,47m/s Einströmgeschwindigkeit.
Genügt das?

2.
Wieviel "Einströmgeschwindigkeit" würdest Du als notwendig erachten, um eine ausreichende Kreiselströmung im Teich :wink: zu erzeugen- und

3.
wie schnell darf es sich drehen, dass es für die Schmutzkonzentration gut und für die Koi nicht zuviel ist?

4.
Hast Du einmal über Ka(r)vitations- Effekte an Pumpen im belüfteten Wasser nachgedacht?

Die Messungen der Überstauung meiner Biokammer erfolgten mit einer Motorpumpe Messner Eco tec 2 plus 15000.

Es gibt aber sicher noch einige sehr energiesparende Pumpvarianten wie Flowfriend Pro, Rohrpumpen oder LH, die eine flachere Kennlinie haben und wo man konstruktiv versuchen kann "Druck" oder Förderhöhe zu reduzieren.

Der überstauten Biokammer ist es übrigens Schnuppe, mit welcher Pumpenvariante diese gespeist wird. :wink:
 

Hoshy

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karlheinz schrieb:
Servus,

ich an deiner Stelle würde mich nochmal zwecks der Pumpenanordnung bzw. Einbau eines Lufthebers genauer informieren. Es soll schon Leute geben die haben den wieder ausgebaut haben. Und ohne Druck gibt`s auch keine vernünftige Strömung im Teich.
Moin
Bisher gab es bei mir keine Probleme mit der LH Anordnung und eine ausreichende Kreiströmung ist auch vorhanden.
 

Münsteraner

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Überstauung?

Wenn ich Überstaue, dann muss ich doch erst von der Pumpenkammer den Pegelunterschied überwinden, den ich durch z.B. einen Trommler erzeugt habe (z.B. 15 cm) und dann zusätzlich den Überstauungsdruck (z.B. 15 cm), mit dem das Wasser dann in den Teich geht. In Summe also 30 cm.

Wenn ich von der Pumpenkammer direkt in den Teich blase, dann muss ich nur den "Vorfilter-Pegelunterschied" überwinden.

Richtig?

Für die Flowfriends dieser Welt ist es egal, ob en nur 15 oder 30 cm sind, die überwunden werden müssen. Bei Lufthebern sieht das allerdings völlig anders aus wegen der extrem flachen Kennlinie.
 

ThorstenC

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Sieh Dir einmal meine obigen Messungen der Überstauung der gepumpten Biokammer an.

Bei z.B. KG125 und Red. am Einklauf auf KG 110 (ich glaube ca. 6m langes KG 125 mit ein paar Bögen drin) und 15m³/h - Motorpümpchen sind es ca. 3cm.....

In Summer alles hydr. Widerstände (Saugleitungen vom Teich in Schwerkraft, TF- Sieb, Verbindungen der "Filterkammern" und zur Pumpe)

sollte bei sauberen Filter-Sieben 6cm Förderhöhe ausreichen.

Dazu kommt der Schaltpunkt zum Abreinigen des TF oder EBF- Siebes.
Und da geben manche TF-Hersteller z.B. max. 10cm vor.
Bei mir sind 6cm eingestellt. Auch da gibt es ja individuelle Vorlieben von 2- 50cm.

Macht also in der Summer ca. 6-16cm, wenn man am TF bei -10cm abreinigen lässt.
Wer will kann immer irgendwo noch was optimieren.

Flowfriend Pro hat z.B. max. 3m Förderhöhe, bei einigen Drehzahlen noch weniger.
Manche Rohrpumpen oder Pilzkopfpumpen haben auch eine sehr flache Kennlinie.

Zudem- wie nur angemerkt- das Risiko der Ka(r)vitation an der Pumpe höher ist, wenn diese am Ende der Filterkette hinter einer belüfteten Biokammer sitzt.
Da kann vermutlich selbst eine Flowfriend das Rappeln kriegen.
Und vermutlich werden die Schäden an den Pumpen vom Hersteller nicht als Garantiefall behandelt, wenn Einbauvorgaben (so auch die Verrohrung vor und hinter der Pumpe) nicht beachtet wurden.
 

Münsteraner

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@ThorstenC: Ich habe jetzt nicht verstanden, was der Punkt ist.

Aus meiner Sicht erhöht die Überstauungsvariante die erforderliche Förderhöhe. Das ist bei Druckpumpe wurscht, bei Rohrpumen oder gar LH problematisch.
 

ThorstenC

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Münsteraner schrieb:
@ThorstenC: Ich habe jetzt nicht verstanden, was der Punkt ist.

Aus meiner Sicht erhöht die Überstauungsvariante die erforderliche Förderhöhe. ,....http://www.koi-gehlhaar.de/koi/forum/index.php.
Logisch. Ohne Überstauung läuft gar nix.
Bei der gepumpten Biokammer kannst Du mit dem Zollstock ausmessen, wieviel hydr. Widerstand die Rückläufe haben.

In meinem Meßbeispiel wäre es der Pumpe egal, ob sie überstaut oder direkt an den Rücklauf angeflanscht wäre.
Der hydr. Wid. der Rohrleitung bleibt ja gleich.

Die Pumpe fördert je nach Kennlinie und Förderhöhe eben Wassermenge X.
Deswegen habe ich ja mangels US Messung einfach 14m³/h bei der 3m Messner angenommen. :wink:
 

ThorstenC

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Münsteraner schrieb:
@ThorstenC: Ich habe jetzt nicht verstanden, was der Punkt ist....

..... Das ist bei Druckpumpe wurscht, bei Rohrpumen oder gar LH problematisch.
Wurscht ist es nie aus energetischer Sicht.
Es ist einfach nie vom Energieaufwand gleich, ob ich dauerhaft Wasser (Gewicht) auf verschiedene Höhen hebe.
Egal mit welcher Pumpe.

Die Auslegung der Überstauung / Einströmgeschwindigkeit kann man doch einfach je nach Wunsch an die jeweilige WunschPumpe anpassen.

Oder anders herum- wenn ich Einströmgeschwindigkeit X haben möchte für Kreis(el)geschwindigkeit Y, dann benötige ich Z cm an Überstauung der Biokammer und suche mir an Hand der Gesamtförderhöhe / Kennlinie die Pumpe aus.

Dann muß man noch sehen, wieviel Strömung im Teich gut ist und wieviel wieder zuviel wird.....

Die paar cm in meinem Motorpumpenbeispiel (3m max. Förderhöhe) lassen auch Pumpen mit geringerer Förderhöhe nicht komplett einbrechen.

Geht einfach von einer anständigen Motorpumpe mit 3m Förderhöhe aus...es ging mir nur um die Position der Motorpumpe vor der Biokammer.

Mir pers. reichen ca. 3cm Überstauung der Biokammer aus- ich habe aber leider die Rückläufe nicht optimal gebaut. Das geht besser. Wer mag.
 

Münsteraner

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ThorstenC schrieb:
Geht einfach von einer anständigen Motorpumpe mit 3m Förderhöhe aus...es ging mir nur um die Position der Motorpumpe vor der Biokammer.
Ja, die "vernünftige"Druckpumpe z.B. eine Oase Titanium 50000 kostet auch unverbindliche € 2000, benötigt für 26000 l ca. 120 Watt und kann bei Schmutzpartikeln schnell kaputt gehen.

Ich mache mit meiner Pumpe 94 cm pro Sekunde, kostete vor Jahren € 325, sie braucht 55 Watt und ist robust wie ein Trekker. Ist schon abgesoffen, schon trocken gelaufen, schon blockiert - läuft noch.


Nebenrechnung:
Flächeninhalt 110 Rohr (100 mm Innendurchmesser) = pi * r² = 3,14 * 50 *50 = 78,5 cm²
1 m Rohr hat also 7,85 l
Bei 26.600 l/h wird also ein Rohr mit der Länge von 3.388,54 m bzw. 338.854 cm gefüllt
Die Stunde hat bekanntlich 3600 Sekunden.
Macht also eine Einströmgeschwindigkeit von 94 cm pro Sekunde.
 

hansemann

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Ich weiß ja nicht, was ihr vorhabt oder beweisen wollt :?
Es reicht mit Sicherheit aus, mittels durchdachter Überstauung eine homogene Durchmischung des Wasserkörpers zu erreichen, auch der Teichboden bleibt blitzblank sauber. Aaaaaber eine gute Pumpe am Ende der Filterkette pustet ganz anders in den Teich und auch wenn Koi keine Karpfen sind, richtig Strömung im Teich ist nicht so verkehrt 8)

Ich hatte übrigens auch die EP-Pumpe aus China (einmal ist der Motor abgeraucht, Wechsel Motor ist ein Kinderspiel, die Pumpe ist in der Tat nicht verkehrt in dem Preissegment), danach habe ich die Linn stationär eingesetzt und dachte, schon eine ganz andere Verarbeitung und nun werkelt eine Wiremesh. Vergleiche ich jetzt die Preise, kostet die Linn doppelt so viel wie die EP und die Wiremesh doppelt so viel wie die Linn. Ob sich das alles rechnet ist mir mittlerweile egal, die Wiremesh ist ein goiles Teil :wink: :wink: :wink:
 

Münsteraner

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hansemann schrieb:
Ich weiß ja nicht, was ihr vorhabt oder beweisen wollt :?
Es reicht mit Sicherheit aus, mittels durchdachter Überstauung eine homogene Durchmischung des Wasserkörpers zu erreichen, auch der Teichboden bleibt blitzblank sauber. Aaaaaber eine gute Pumpe am Ende der Filterkette pustet ganz anders in den Teich und auch wenn Koi keine Karpfen sind, richtig Strömung im Teich ist nicht so verkehrt 8)

Ich hatte übrigens auch die EP-Pumpe aus China (einmal ist der Motor abgeraucht, Wechsel Motor ist ein Kinderspiel, die Pumpe ist in der Tat nicht verkehrt in dem Preissegment), danach habe ich die Linn stationär eingesetzt und dachte, schon eine ganz andere Verarbeitung und nun werkelt eine Wiremesh. Vergleiche ich jetzt die Preise, kostet die Linn doppelt so viel wie die EP und die Wiremesh doppelt so viel wie die Linn. Ob sich das alles rechnet ist mir mittlerweile egal, die Wiremesh ist ein goiles Teil :wink: :wink: :wink:
Gegen tolle Spielzeuge mit richtig Wums ist überhaupt nichts einzuwenden. Ein Porsche 911 ist ne geile Sache. Es ist aber mit Abstand nicht die effizienteste bzw. kostengünstigste Art und Weise, wenn es darum geht seinen Popo von A nach B zu bewegen. Daher möchte ich eigentlich nur Anfängern vernünftige Lösungen aufzeigen, die den Einstieg ins Koihobby etwas einfacher und kostengünstiger gestalten. Es soll ja Leute geben, bei denen es einen Unterschied macht, ob der erste Teich 10.000 oder 30.000 Euronen kostet. (Wir beide sind ja vor Jahren auch mit einem KC-30 Trommler gestartet). Das gleiche gilt für den Stromverbrauch. Man kann seinen Teich mit 75 Watt oder auch locker mit 1500 Watt betreiben. Sieht man dann hinterher in der Jahresabrechnung des Versorgers. Da liegt ja allein ein kleiner Familienurlaub dazwischen.
 
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