Tumor, aber billig

wr

Business Mitglied
Hallo,

Genmanipuliertes Soja enthält immer Spuren von Glyphosat. Es ist schließlich der Grund der Genmanipulation um die Pflanze flächendeckend mit dem Flugzeug kostengünstig einsprühen zu können. Ja, richtig, es gibt nix so preiswertes wie Glyphosat.
Das kam jetzt bei den neueren Untersuchungen raus.

Aber noch was viel Brisanteres : Bei dem Antrag auf Zulassung wurden 7 der aufgetretenen Tumorarten verschwiegen.
Hauptsächlich sind es die Schilddrüse, die Nieren und die Leber.
Das hat die Firma übrigens auch jetzt selbst eingeräumt ( fake news all over ).

Was hat das mit dem Koi zu tun ???

Also Leute ran an preiswertes Futter mit Soja und Sojaprodukten, was macht schon so ein kleiner Tumor und wer weiß schon ob das so einfach auf den Fisch übertragen werden kann.
Hauptsache billig ! Und bis so ein Tumor erst mal entsteht, wer weiß ob die Parasiten nicht schneller sind, oder das Hobby aus Altersgründen aufgegeben wurde.

Kalifornien hat jetzt als erstes Bundesland die Schäden durch Glyphosat seit letzter Woche anerkannt.

Und jetzt muß ich schnell aufhören, sonst brennt mir noch mein Tofu an, weil die Sojamilch und Almased mich noch nicht ausreichend gesättigt haben.

Mahlzeit.

Gruß Wolfgang
 

Münsteraner

Mitglied
Da das Zeug so ein paar Tage vor der Ernte von Getreide auf die Felder gefahren wird, damit das Getreide abstirbt und einfacher zu ernten ist, pissen wir alle Glyphosat. Da braucht´s kein Soja für. Ist aber dann in der Produktion 10 ct billiger pro Doppelzentner.
 

edekoi

Mitglied
wr schrieb:
Hallo,

Genmanipuliertes Soja enthält immer Spuren von Glyphosat. Es ist schließlich der Grund der Genmanipulation ....

Gruß Wolfgang
Das kann nicht sein Wolle.

Mit Glyphosat kann man nicht gezielt Pflanzengene manipulieren.
 

Münsteraner

Mitglied
edekoi schrieb:
wr schrieb:
Hallo,

Genmanipuliertes Soja enthält immer Spuren von Glyphosat. Es ist schließlich der Grund der Genmanipulation ....

Gruß Wolfgang
Das kann nicht sein Wolle.

Mit Glyphosat kann man nicht gezielt Pflanzengene manipulieren.
Oh, man Ekki. Das Ding geht so rum:

1. Man manipuliert die Pflanze so, dass die Glyphosat verträgt.
2. Man pflanzt das Zeug aus.
3. Wenn störende Unkräuter hochkommen und das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen, kann man munter in die Chemiekiste greifen und alles platt machen, was da so unerwünscht wächst, weil das genmanipulierte Soja den Chemieeinsatz ja überlebt.
 

jodi

Mitglied
Münsteraner schrieb:
Da das Zeug so ein paar Tage vor der Ernte von Getreide auf die Felder gefahren wird, damit das Getreide abstirbt und einfacher zu ernten ist, pissen wir alle Glyphosat. Da braucht´s kein Soja für. Ist aber dann in der Produktion 10 ct billiger pro Doppelzentner.
Hallo Münsteraner,

du scheinst ja ein richtiger Fachmann auf dem Gebiet zu sein. Kannst du mir bitte sagen, wo du dir diese Erkenntnis her ziehst? :lol:

Gruß
 

Münsteraner

Mitglied
jodi schrieb:
Münsteraner schrieb:
Da das Zeug so ein paar Tage vor der Ernte von Getreide auf die Felder gefahren wird, damit das Getreide abstirbt und einfacher zu ernten ist, pissen wir alle Glyphosat. Da braucht´s kein Soja für. Ist aber dann in der Produktion 10 ct billiger pro Doppelzentner.
Hallo Münsteraner,

du scheinst ja ein richtiger Fachmann auf dem Gebiet zu sein. Kannst du mir bitte sagen, wo du dir diese Erkenntnis her ziehst? :lol:

Gruß
Welche genau?

1. Abtötung von Getreide vor der Ernte? -https://de.wikipedia.org/wiki/Sikkation

2. Pinkeln von Glyphosat - https://www.welt.de/gesundheit/article1 ... rlich.html

3. 10 ct/Doppelzentner? - geschätzt bzw. demagogisch überspitzter Centbetrag zur Verdeutlichung des Missverhältnisses zwischen Risiko und Ertrag.
 

jodi

Mitglied
Münsteraner schrieb:
jodi schrieb:
Münsteraner schrieb:
Da das Zeug so ein paar Tage vor der Ernte von Getreide auf die Felder gefahren wird, damit das Getreide abstirbt und einfacher zu ernten ist, pissen wir alle Glyphosat. Da braucht´s kein Soja für. Ist aber dann in der Produktion 10 ct billiger pro Doppelzentner.
Hallo Münsteraner,

du scheinst ja ein richtiger Fachmann auf dem Gebiet zu sein. Kannst du mir bitte sagen, wo du dir diese Erkenntnis her ziehst? :lol:

Gruß
Welche genau?

1. Abtötung von Getreide vor der Ernte? -https://de.wikipedia.org/wiki/Sikkation

.
Ich möchte mal bewusst nur auf den ersten Punkt eingehen:
Wenn du schon Wikipedia als Quelle ran ziehst (wo jeder seinen Müll verbreiten kann), dann solltest du auch richtig zitieren: Der Einsatz von Glyphosat ist im Getreide nur in Ausnahmefällen erlaubt, diese werden dort auch beschrieben.
Darüber hinaus weiß ich aus praktischer Erfahrung, dass wohl niemand im Rheinland sein Getreide (Gerste, Weizen und Raps) abspritzt, ganz im Gegenteil, der Weizen wurde schon mindestens 2 Monate nicht mehr gespritzt.
Lesenswert ist dieser Artikel zu diesem Thema:
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/neusser-landwirt-haelt-plaedoyer-fuer-glyphosat-aid-1.6188069

Und mal von dem ganzen abgesehen, würde es für den Landwirt absolut keinen Sinn ergeben, sein Getreide mit Glyphosat reif zu spritzen!
 

Münsteraner

Mitglied
Zu den Bedingungen, unter denen der Einsatz von Glyphosat erfolgen darf, denke ich mal, dass es da "Beurteilungsspielräume" gibt. Kurz: Bauer schreibt in sein Chemiebüchlein: War so! Fertig. Kann nach ein paar Wochen eh keiner mehr kontrollieren.

jodi schrieb:
Ich möchte mal bewusst nur auf den ersten Punkt eingehen:
Schön, dass du ganz bewusst nur auf den ersten Punkt eingegangen bist. In Punkt zwei wäre aber zu finden gewesen:

"Gerade erst war der Stoff im Bier nachgewiesen worden. In jeder einzelnen der 14 in Deutschland beliebtesten Sorten fand ein Institut die Spuren des Pestizids Glyphosat".

Wie kommt das Zeug ins Bier? Hopfen, Malz, Hefe, Wasser - such dir was aus. Ich persönlich tippe aber auf Malz.

Ebenso wäre zu lesen gewesen:
"75 Prozent der Probanden hatten mindestens 0,5 Mikrogramm Glyphosat pro Liter in ihrem Urin. Der Grenzwert für Rückstände im Trinkwasser liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. Insgesamt fanden sich bei 99,6 Prozent der Probanden Rückstände – fast jeder hatte Glyphosat im Urin."

Also 75% haben mindestens 5 mal so viel im Urin, wie im Trinkwasser zulässig wäre.

Ob das nun in der Konzentration schädlich ist oder nicht, weiß ich nicht. Das will ich auch nicht gesagt haben. Da streiten sich ja die Experten. Aber ich sage, dass mich das nachdenklich stimmt und ich einen Großversuch mit gleich der gesamten europäischen Bevölkerung ablehne. Vielleicht könnten wir ja zunächst mal mit US-Amerikanern oder Rheinländern anfangen. (Nicht hyperventilieren, das war ein Scherz!)

Fakt ist, dass Zeug hat fast jeder im Urin.

Und Fakt ist auch, dass, wenn das jeder Mensch über die Nahrung aufnimmt, es mir ziemlich wurst-piep-schnurz-egal ist, ob es auch im Koifutter vorkommt.
 

JeMe

Mitglied
Die Werte in Futtergetreide stehen in nichts nach zu denen in Soja.
So sieht das wohl aus. Und verschiedene Getreidesorten finden sich in den Koifuttern nunmal auch.
Von daher hake ich den Thread als das ab, was es eigentlich ist: Werbung.
 

jodi

Mitglied
Ich arbeite nebenbei in der Landwirtschaft, also ich weiß was geht und was nicht geht. :)
Heute muss man jedes Mittel, welches man einsetzt, ganz genau protokolieren, gerade im Rahmen der GAP Zertifizierung, da gibt es diese schwammigen Schutzbehauptungen nicht mehr.

Ob Glyphosat wirklich krebserregend ist, darüber streiten sich nach wie vor die Gelehrten. Dennoch glaube ich, wenn es dafür schon stichhaltige Beweise geben würde, wäre die Zulassung dieses Wirkstoffes nicht von der EU verlängert worden.

Aber lass uns das Thema sein, hier existieren halt unterschiedliche Standpunkte. Lass uns lieber wieder zu unserem schönen Hobby zuwenden :)
 

Münsteraner

Mitglied
jodi schrieb:
Ob Glyphosat wirklich krebserregend ist, darüber streiten sich nach wie vor die Gelehrten. Dennoch glaube ich, wenn es dafür schon stichhaltige Beweise geben würde, wäre die Zulassung dieses Wirkstoffes nicht von der EU verlängert worden.
Völlig korrekt. Wenn es öffentlich zugängliche zweifelsfreie Beweise gäbe, das das Zeug krebserregend ist, dann wäre es verboten.

Ich würde aber persönlich eher das Konzept der Beweislastumkehr verfolgen wollen und darauf zu bestehen, dass es zweifelsfreie Beweise dafür geben muss, dass es NICHT krebserregend/sonst wie gesundheitsschädlich ist, bevor man es an 99,4% der deutschen Bevölkerung verfüttert.

Ja, Koi ist ein schön es Hobby.
 

AndyS

Mitglied
Glyphosat

Auf die EU würde ich mich da nicht verlassen.
Solange die Lobbyisten bestimmen wo es lang geht , steht Profit vor Gesundheit.
 
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