Wie sieht die optimale Quarantäne für Koi aus?

Baeron

Mitglied
Wie schon oben genannt bitte ich hier mal alle ERFAHRENEN Koihalter ihre Vorschläge und Hinweise Betreff Dauer Durchführung benutzte Medikation, Temperaturen, Risikominderung KHV usw. detailliert niederzuschreiben um am Ende einen nutzbaren Fahrplan für alle Koihalter zu erstellen.
 

edekoi

Mitglied
Das Verfahren beschreibt aber nur, wie die neuen Koi an das Teichmelieu gewöhnt werden.

Was passiert aber mit dem zahlenmäßig viel größeren und älteren Altbestand? Was ist, wenn der die neuen Bakterien nach dem Einsetzen der Neulinge nicht verträgt?
 

Baeron

Mitglied
Seh ich auch so Ekki!
Viele Probleme beginnen doch erst im Teich wenn alt auf neu trifft.
Was ist mit dem Thema nette Mitbringsel?
Das wird auch nur sehr kurz angeschnitten, aber wie sind denn nun in Folge die Behandlungen? Gibt es sie? Muss aufsalzen sein? Wird der Teich vorübergehend mit aufgesalzen ja, nein? Was wenn der Neubesatz den Altbestand zahlenmäßig überragt? Alle gleichzeitig oder Etappenweise einsetzen?
Da geht doch noch was!
 

Hi-Shusui

Mitglied
edekoi schrieb:
Das Verfahren beschreibt aber nur, wie die neuen Koi an das Teichmelieu gewöhnt werden.

Was passiert aber mit dem zahlenmäßig viel größeren und älteren Altbestand? Was ist, wenn der die neuen Bakterien nach dem Einsetzen der Neulinge nicht verträgt?
Deswegen soll man einen "Pilotfisch" mit in die quarantäne setzen, damit man sich "bakki -technisch" kennen lernen kann :D
 

edekoi

Mitglied
Hi-Shusui schrieb:
Deswegen soll man einen "Pilotfisch" mit in die quarantäne setzen, damit man sich "bakki -technisch" kennen lernen kann :D
Genau ... nur der eine Pilotfisch lernt diese Bakterien dann kennen.


Die Beschreibung der Quarantänemaßnahmen von Mario B. für die Neuankömmlinge ist ja völlig okay. Das sollte auch keine Kritik sein.

Man sollte aber eben auch eine Einiges im eigentlichen Teich unternehmen, bevor / wenn die Koi aus der Quarantäne in den Teich umziehen.
 

Baeron

Mitglied
Es scheint so als wenn keiner richtig weis wie es optimal gemacht wird. Viele führen die Quarantäne so durch das die Fische ihre Zeit im Becken eher absitzen als korrekt behandelt zu werden.Das große Erwachen kommt dann im Teich wenn die Bombe platzt! Ich glaube die wenigsten heizen richtig hoch in der Quarantäne um Krankheitsausbrüche zu provozieren.
Und genau das wüsste ich gern von euch. Tag 1vom Kauf bis zum Umsetzen in den Teich und dann Tag x bis alles save scheint!
 

szin

Mitglied
Mich würde es auch sehr interessieren, weil ich da null Erfahrung habe und mir mit einem neuen Teich noch überlegen muss, wie ich eine Quarantäne konkret umsetze.

Vielleicht schreibt auch deshalb niemand sein Vorgehen noch einem detailliert auf, weil es dann direkt verrissen wird, wenn nicht an alle Eventualitäten gedacht wurde? :wink:

Ich nehme an, der o.g. link ist eine gute Basis. Mit der Empfehlung, die Koi durch langes in die Luft heben absichtlich zu stressen, um einen KHV-Ausbruch zu provozieren, tue ich mich irgendwie schwer, aber vielleicht geht es nicht anders. Wobei auch dann die Frage ist, ob man sicher sein kann. Was, wenn ein Fisch Träger ist, sich nicht stressen lässt, aber trotzdem andere ansteckt? Was, wenn ich ihn absichtlich stresse und er daraufhin unnötig provoziert an irgendetwas erkrankt, was vermeidbar gewesen wäre?

Vermutlich kann man Risiken nur reduzieren aber nicht ausschließen.
 

Baeron

Mitglied
Vielleicht schreibt auch deshalb niemand sein Vorgehen noch einem detailliert auf, weil es dann direkt verrissen wird, wenn nicht an alle Eventualitäten gedacht wurde? :wink:



Genau dieses Vorgehen sollte aber Basis einer Diskussion werden um aus vielen Ansätzen eine optimale Lösung zu finden.
 

Martin69

Mitglied
Baeron schrieb:
Vielleicht schreibt auch deshalb niemand sein Vorgehen noch einem detailliert auf, weil es dann direkt verrissen wird, wenn nicht an alle Eventualitäten gedacht wurde? :wink:



Genau dieses Vorgehen sollte aber Basis einer Diskussion werden um aus vielen Ansätzen eine optimale Lösung zu finden.
Mein Vorgehen heisst kein Neubesatz . Ich kann momentan nicht ( durch Quarantäne ) dafür sorgen effektiv eine " Gefahr " auszugrenzen . Die KHV Beiträge lesen sich ja auch erschreckend . Also kommt auch nichts dazu , da ist mir der Altbestand wichtiger . Vielleicht provozier ich mir irgendwann nochmal Zuwachs durch Nachzuchten , aber momentan reicht mir , was ich habe 8)
 

Hinnerk

Mitglied
Wie sieht die optimale Quarantäne für Koi aus?

Sehr wichtiges Thema, wie ich meine. Die Wissensgrundlagen hierzu sollte jeder Koihalter besitzen.
Grundsätzlich gibt es schon mal zwei Formen der Quarantäne.

1. Eine Quarantäne für Fische die bereits von einer Krankheit betroffen/befallen sind.
oder
2. Eine Quarantäne zum Schutz vor einer möglichen ansteckenden Krankheit.

Die zu treffenden Maßnahmen sind in beiden Fällen sehr unterschiedlich.

Zu 1. In diesem Fall geht es darum die Fische mit geeigneten Maßnahmen ( z.B. mit NaCL) gezielt zu behandeln/zu pflegen. Hierbei kommt es darauf an, den erkrankten Fisch möglichst nicht weiter zu belasten/ zu stressen. Optimal wäre die Schaffung eines `Wohlfühlklimas` für den Fisch und ein Entzug der Lebensgrundlagen für den Erreger.

Zu 2. Will man eine unbekannte aber mögliche `schlummernde` Erkrankung durch Bakterien, Viren oder andere Erreger erkennen, muss man in der Quarantäne die Voraussetzungen schaffen/einrichten, die einen Krankheitsausbruch dann auch begünstigen. Hierzu sind einige Kenntnisse (z.B. die Vorzugstemperaturen der Erreger, Inkubationszeit, usw.) erforderlich.

Eine optimale Allround-Quarantäne für Koi gibt es also grundsätzlich nicht.
 
Oben