wieviel Biomasse

nemo

Mitglied
Hallo zusammen,
mir geht es um die sinnvoll benötigte Biomasse im Gesamtsystem.
Habe zwar hier schon die Abhandlungen gelesen über die Glaubensfragen bewegt oder unbewegt bzw. Dicke und Empfindlichkeit der Bioschichten auf dem Helix aber ich möchte einfach nur wissen, wieviel Biovolumen man einetzen sollte, ggfs. muss ich zu meinem EBF800 mit Biowanne und 350l Helix noch eine weitere Biowanne einbauen !!??

zum einen steht in den Unterlagen von Smartpond:
100 Liter Biomaterial können an einem Tag bis zu 1.5kg proteinhaltiges Koifutter umsetzen (gemäss Angaben der Hersteller).
Da würden mir ja 100l ausreichen bei meinen max. 1kg Futter.

zum anderen empfiehlt MK
mindestens 5%, besser 10% Biovolumen vom Teichvolumen, das wären bei mir mindestens 2000 bis 4000l

wieviel Helix brauche ich bei 43Tl Teichvolumen und 50kg Fisch und 500-1000g Futter täglich?
 

Hi-Shusui

Mitglied
Moin,

die 5 - 10% angaben beziehen sich nach meiner Meinung auf das reine Volumen der Biofilter/kammern nicht aber auf das Volumen der Filtermedien.

Es gibt doch Angaben über die Abbauleistungen der einzelnen Medien. Und wenn du deine Futtermenge kennst, sollte das doch zu errechnen sein, oder?

Ansonsten wäre vermutlich einfach eine kontinuierliche Kontrolle der Wasserwerte denkbar wo man dann step by step seine Biomedien anpasst.
 

Koi Dave

Mitglied
Hallo Nemo,
Bei einem Kilo Futter würde ich persönlich 1000l helix verwenden. Ich hab 100 helix pro 100gFutter/Tag im Filter und fahre damit ganz gut. Die Werte von den Herstellern sind meistens Laborwerte und kommen bei einem realen Einsatz nicht ganz hin. Die Aussagen von MK hinterfrage ich persönlich oftmals nach ihrer Richtigkeit/Sinnhaftigkeit. Im Endeffekt ist es eine Glaubensfrage traditionelle Filter hatten riesige Volumen, da die mechanische Filterung über sedimentationsproesse abgelaufen ist. Dann kamen die selbstreinigenden Filter und das Bio Volumen wurde drastisch reduziert.
Gruß Dave
 

Harald Tracht

Mitglied

Benni2703

Mitglied
koiroli schrieb:
Hab vor ein paar Tagen zu dem Thema ein Video gedreht - in dem ich meine Meinung darlege:

https://www.youtube.com/watch?v=Zq33VGUTe1U

lg
Roland
Hallo Roland!

Ich bin ja weiß Gott auch kein frenetischer Festbettfan oder verschließe gar die Augen vor Nachteilen der verschiedenen Fälle.

Zu deiner Beschreibung auch aus dem Video nochmal und deiner damit gemachten Erfahrung zum Festbett: Hast du auch wirklich ein geeignetes Material gehabt, also 25er oder 38er Helix? Das ist einfach nicht vergleichbar mit den "kleinen" bis 17. Das liegt komplett anders da und ist viel offener.

Wenn dann der Biofilter unten noch ein Gitter hat auf dem das Helix aufliegt und ich somit den Boden unten ablassen kann und von oben mal durchspülen, denke ich sieht das schon ganz anders aus. Der meiste Dreck wird dann bei einer Reinigung raus sein - durch diesen doppelten Boden gestaltet sich diese dann viel einfacher. Wenn man alles ausräumt spült man das Helix ja auch nicht mit dem Kärcher runter sondern der größte Schmutz bleibt dann im Behälter am Boden. Den greife ich durch ablassen der Kammer und sanftes spülen von oben.

Dazu dann noch belüften und der größte Teufel ist erstmal vertrieben.

Das ist dann natürlich was komplett anderes als ein Festbettfilter mit 14er Helix, unbelüftet der seit einem Jahr nicht mehr sauer gemacht wurde :) Was ich auch schon sehen durfte :)


Grüße
 

koiroli

Mitglied
Hallo Benni,

ich habe bei mir in der Anlage 17er Helix, und in meinem Rieselfilter Biotonnen mit rund 50-60mm aus der Klärtechnik. Ich weiß natürlich worauf du hinaus willst - aber wie du richtig schreibst, statisches Material gehört einfach gereinigt, egal wie. Ob man jetzt den Behälter so aufbaut, dass man einfach das Wasser ablassen kann oder ob der Behälter von Hand ausgeräumt werden muss, ist dabei nebensächlich. Klar wird grobes Filtermaterial niemals so schnell zum verschlammen oder zur Kanalbildung neigen, wie feines Filtermaterial.
Die Erfahrung die aber ich im Laufe der Jahre machen durfte ist, dass viele Teichliebhaber ihre Filter die ersten Jahre sehr pfleglich behandeln. Allerdings lässt die Freude am Reinigen mit jedem Jahr nach, und je nach Vorfilterung kann es dann schon mal sehr schnell zu Problemen kommen (vor allem bei statischem Material). Ich will ja nicht sagen, dass statisches Material unbedingt oder unwiderruflich zu Problemen führt. Ich kenne einige Anlagen (oftmals auch Hänlderbecken) wo dies seit Jahren/Jahrzehnten klappt. Aber da gibt es auch Angestellte, die die Filter nach einem geregelten Zeitplan reinigen - ist eben Teil des Jobs. Aber gerade im Privatsektor funktioniert das bei Vielen eben nicht so problemlos. Will hier natürlich Niemanden zu nahe treten - es gibt sehr sorgfältige Koiliebhaber, also nicht alles über einen Kamm scheren. Aber die Gefahr lebt, und an der Zahl der bakteriellen Geschichten die mittlerweile von Jahr zu Jahr mehr werden, ist das ein oft unterschätzter Aspekt. Meistens wird es auf Kreuzverkeimung geschoben, oftmals lauert die Gefahr aber im eigenen Teich/Filter. Vor allem dann, wenn bakterielle Probleme immer wieder auftreten. So zumindest meine Beobachtungen!

lg
Roland
 

Geisy

Mitglied
Hallo

Wenn man unter das Helix eine Schmutzwasserpumpe stellt bei der das Helix nicht durch paßt und dann eine Belüftung zum umrühren des statischen Materials unten installiert, läßt sich das ganze automatisieren.
Mit einer 4 Kanal Zeitschaltuhr die Umwälzpumpe abstellen, dann statisches Material umrühren und danach die Schmutzwasserpumpe laufen lassen.

Da ich mit Luftheber arbeite stelle ich die Luft per Magnetventil um auf statisches Material umrühren.

Läuft bei mir so ohne Probleme, obwohl der Vorfilter nur ein 6x6mm Gitter ist und nur das Grobe zurück hält was die Schmutzwasserpumpe nicht absaugen kann.

Gruß Norbert
 

koiroli

Mitglied
Hallo Norbert,
und eine Reinigung machst du nur ein bis zweimal im Jahr???

Du missbrauchst deinen Biofilter als mechanischen Filter - vermutlich wirst du ihn auch so oft reinigen müssen. Dass man das natürlich alles automatisieren kann, ist verständlich. Wie lange betreibst du deinen Filter eigentlich schon so?

lg
Roland
 

Geisy

Mitglied
Läuft seit ca. einem Jahr so und automatisiert gereinigt wird zweimal pro Woche.
Bis jetzt macht mir das 12er Helix einen guten Eindruck und es ist nichts verstopft.
 

hansemann

Mitglied
...die 5 - 10% angaben beziehen sich nach meiner Meinung auf das reine Volumen der Biofilter/kammern nicht aber auf das Volumen der Filtermedien...
Nö Karsten, das hat der Maddin doch extra in einem seiner blogs erwähnt, 5-10% Filtermaterial und nicht Kammervolumen :wink:
Desweiteren stopft er doch die Biokammer i.d.R. voll bis zum geht nicht mehr, da sollte eh kaum ein Unterschied sein :lol:

Viele Grüße
Hans
 

OlympiaKoi

Mitglied
Hallo Hans,

wenn ich sage, die Oberfläche des Mediums ist schnuppe, dann stopfe ich zum Ausgleich halt alles voll. Ob Festbett oder Moving Bed, beides funktioniert.

Viele Grüße,
Frank

P.S. mein Bioinhalt sind 4 Promille des Teichinhalts
 

Sugger

Mitglied
hansemann schrieb:
...die 5 - 10% angaben beziehen sich nach meiner Meinung auf das reine Volumen der Biofilter/kammern nicht aber auf das Volumen der Filtermedien...
Nö Karsten, das hat der Maddin doch extra in einem seiner blogs erwähnt, 5-10% Filtermaterial und nicht Kammervolumen :wink:
Desweiteren stopft er doch die Biokammer i.d.R. voll bis zum geht nicht mehr, da sollte eh kaum ein Unterschied sein :lol:

Viele Grüße
Hans
Ja und wie viel Kammervolumen macht man am besten
 
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