Quarantäne:
Beugt einer Erkrankung nicht vor.
Ganz im Gegenteil: Ich isoliere die neuen Fische und beobachte, ob sie krank werden. Im ungünstigen Fall (auf den diese Methode abzielt, provoziere ich eine Erkrankung).
Dazu hältere ich sie in meinem original Teichwasser (sonst macht das gar keinen Sinn). Besser noch, ich gebe einen meiner Kois dazu, und schaue, ob sie krank werden. Auch hier setze ich voraus, das alle meine Kois eine identische Besiedlung aufweisen, was unwahrscheinlich ist, auch wenn sie im gleichen Wasser schwimmen.
Und wenn sie nun krank werden, kann ich sie endlich behandeln.
Meine Strategie beim Zusetzen zielt darauf ab, eine Infektion nicht auszulösen, sondern zu vermeiden.
Wochen vor der Vergesellschaftung:
Temperatur nahezu konstant auf 20 Grad einstellen (Die Wärmepumpe reguliert selbständig und vermeidet weitestgehend die treppenförmige Temperaturentwicklung), damit das Immunsystem meiner Fische optimiert wird.
Tag vor der Vergesellschaftung:
Fütterung einstellen, erste Behandlung mit Wofasteril.
Ab dem Tag der Vergesellschaftung insgesamt 5 Tage keine Fütterung und täglich Wofasterilanwendung, wie in der professionellen Fischzucht.
Sechster Tag:
TSEMa – Mikrobiologies Zaubertrunk. Das Wofasteril ist längst abgebaut und schadet somit den TSEMa nicht.
Ich weiß, dass MK das Wofasteril verteufelt. Er will ja seiner Freundin Barbara nicht das Geschäft vermiesen. Unfälle passieren durch unsachgemäße Anwendung. Die Verdünnung ist das A und O. Wenn die Fische durch eine konzentrierte Wolke des Wirkstoffes schwimmen, verätzen sie sich die Kiemen und verrecken elend.
Ich verdünne das Wofasteril um ein Vielfaches stärker, als vom Hersteller vorgegeben. Dazu verdünne ich zunächst nach Herstellervorgabe und verdünne dann noch einmal1:50 mit diesem Hilfsmittel:
https://www.amazon.de/e-nema-Nema-S...jid=6961309359508735222-B005DR2VMU-&hvexpln=0,
das eigentlich zum Ausbringen von Nematodenlarven zur biologischen Bekämpfung des Rüsselmaulkäfers gedacht ist.
So verdünnt, tauchen die Fische beider Anwendung nicht einmal ab!
@Dicker Onkel:
Entscheidend ist natürlich die Wassertemperatur am Teichboden und nicht an der Oberfläche. Durch die Anomalie des Wassers herrscht dort üblicher Weise lange eine Temperatur von 4 Grad. Deshalb legen sich die Fische im Winter dort ab. Doch wenn das gesamte Wasser maximal abgekühlt ist, dann erst sinkt die Temperatur am Boden unter 4 Grad. Und erst dann, wenn dort 0 - 2 Grad herrschen, bekommen die Fische Erfrierungen an den Kiemen und ersticken, obwohl der Sauerstoffgehalt des Wassers in Ordnung ist.