Hallo,
Wenn ich das so richtig aus den Infos sehe.
1. Dein Teich mit ca. 30m³ hat eine sehr überdenkenswerte Technik. Ich sage es mal so freundlich. Da würde ich was in Zukunft drann machen. Sonst hast Du öffters Probleme.
Aber jetzt gehts ja um den Tannenzapfen.
DJ: Diese gezeigten Symptome haben nix aber auch garnix mit EMS zu tun.
Bei Ferndiagnose also immer sehr vorsichtig sein. Gilt natürlich für alle anderen auch. Und da schließe ich mich natürlich auch mit ein.
Nun zu Deinem Mittel. Ja, es ist eine Art Antibiotika. Ein Breidband-Mittel wenn man so will. Ich selber kenne nur den Vorgänger, muß aber sagen, daß die Infos auf der JBL-Packung lächerlich sind. Ist schon ne Frechheit das so auf dem Markt zu bringen.
Es fehlt mir die eindeutige Beschreibung des Wirkmichanismus, seine Temperaturabhängigkeit und die Wechselwirkungen mit anderen Medies oder Stoffen. Mag sein, daß so was im Beipackzettel steht, aber das gehört sichtbar auf die Packung, sodas ich es auch lesen kann, wenn ich die Packung nicht aufgerissen hab.
Von den Infos auf der Homepatsche mal ganz abgesehen. Da fehlen einem dann alle Worte.
Da hätte ich mehr von JBL erwartet. In der Hinsicht an JBL: 6 setzen und noch mal überarbeiten.
Da ja nach Angaben von JBL 24 Tabletten für 3m³ Teichwasser reichen, ist die Behandlung im seperaten Quarantänebecken absolut ratsam und auch richtig von Dir. Dazu gehört aber auch top Filterung.
Gegen die inneren Bakkis mag es helfen, aber Offene äußere Verletzungen würde ich trotzdem Zusätzlich nach Standartverfahren ( Säubern, Desinfizieren und Versiegeln ) behandeln. Da wäre mit die beschriebene alleinige Behandlung mit dem FuraP2 zu unsicher.
Aber offene Wunden , davon hast ja nix gesagt, also entfällt das erstmal für Dich.
Ich würde mich aber unbedingt nach dem Temperaturverhalten des Mittels erkundigen, wenns nicht im Zettel steht. Der ist extrem wichtig. Versuche das Immunsystem der Tiere hoch zu bekommen. Was ja bekannter Weise am bessten über die Wassertemps geht. ( Achtung: Sauerstoffgehalt des Wassers beachten )
Beide Sachen werden dann hoffentlich zum Erfolg führen. Hoffentlich sagte ich, da es immer ein Restrisiko gibt.
Was mir aber viel mehr Sorge macht ist, wenn und das wollen wir mal annehmen , der Patient wieder fitt ist und in sein Teich zurück darf, hast Du immer noch die Keimbelastung im Wasser. Denn der ist nicht mit behandelt worden. Was wohl auch nicht anzuraten ist bei dem Preis und die Reichweite . Das heißt, das sein Immunsystem wieder so hoch sein muß, damit er den ständigen Atacken im Teich entgegen wirken kann.
Klar ist, das das System Teich immer Keimbelastet ist. Nur sollte mit genügend Maßnahmen entgegengewirkt werden. Deshalb , wie schon vorher genug gesagt wurde, versucht das Wasser so sauber ( optisch,chemisch,mikrobiologisch ) zu Halten wie es geht. Das hat nichts mit verpäppeln zu tun. Der Fisch kümmert sich um sich selbst, wenn ich Ihm dafür die Voraussetzung durch sauberes Wasser gebe.
Deshalb bitte den Teich als Ganzes betrachten.
Für deinen" Zapfen " ( nicht bös gemeint ) drück ich Dir die Daumen.
Also Innenhälterung, Wärme, leichte Aufsalzung,Präparat, Ruhe und sauberes Wasser. Dann wirds. Ein zurück in den Teich kannste dieses Jahr natürlich vergessen. Das hat sich erledigt.
viele Grüße Karlchen
