KHV bei Japan-Importen...Alternative Yoshikigoi?

PSCY01

Mitglied
Hallo Leute,

ich wollte Euch Mal um Eure Meinung bitten.

Da ja zur Zeit leider viele Horror-Geschichten die Runde machen und auch schon einige Händler in Deutschland definitiv betroffen sind und das Jahr 2012 für uns Koi-Liebhaber auch nicht gut anfängt, wollte ich Mal eine Diskussionsrunde starten.
Es ist wirklich schlimm für die betroffenen Händler, die nun um ihre Existenz fürchten müssen. Diese haben meinen vollsten Respekt für ihre bisherigen Anstrengungen und ihren offensiven Umgang!!!!
Aber auch für potenzielle Käufer birgt das Jahr 2012 so manches Risiko.
Denn wenn es sich bewahrheiten sollte, dass es sich bei dem betroffenen Züchter um einen Großen und sehr vernetzten Züchter Japans handelt, kann man sich sicherlich denken für welchen Schaden der derzeitige KHV-Befund in der Szene sorgen könnte.
Wie man hier und in in anderen Foren lesen kann, überlegt nun so mancher Koikichi in diesem Jahr auf Neukäufe zu verzichten um ein mögliches Risiko zu minimieren bzw. auszuschließen.

Da Jos ja gerade Mal wieder ein Paar schöne Bilder seiner Yoshikigoi hier im Forum zeigt und auch eine neue Webseite mit einem ausschließlich auf Yoshikigoi augerichteten Shop für das kommenden Frühjahr angekündigt hat, würde mich Mal interessieren ob ihr den Kauf eines Yoshikigoi als evtl. "sichere Alternative" sehen würdet.

Soweit mir bekannt ist, gab es bei Yoshikigoi noch keinen nachgewiesenen Fall von KHV, wo die Yoshikigoi der Auslöser waren.

Somit würde ich als Käufer momentan vermuten, dass man hier zumindest zu einem großen Teil mehr Sicherheit hat, als man es zur Zeit mit Importen aus der betroffenen Region in Japan hätte.
Liege ich damit total falsch, oder gibt es Leute, die das ähnlich beurteilen würden?

Natürlich ist mir bekannt, dass es sich bei KHV um eine überall verbreitete Krankheit handelt, die auch in Deutschland und Europa sehr verbreitet ist. Gerade auch in der Speisekarpfenzucht.
Aber so wie ich die Anlage von Jos in Polen beurteilen kann (an Hand von Filmen und Fotos), könnte es doch sein, dass er seinen Bestand an Yoshikigoi in Polen bisher hat sauber halten können. Immerhin liegt das Gebiet ja mitten im Nirgendwo und es wird ausschliesslich mit Brunnenwasser gearbeitet. Seine urspünglichen Elterntiere aus Japan hält er auf seperaten Grundstücken in Holland. Und das auch ziemlich regelmäßig bei warmen Temperaturen von deutlich über 20 Grad. Auch bringt eine Verpaarung wohl so einiges an Stress mit sich, so dass man davon ausgehen könnte, die Elterntiere sind keine Carrier des Virus (sonst wäre es sichlich bei denen schon zum Ausbruch gekommen). Somit müssten auch die Nachkommen in Polen nicht mit dem Thema KHV in Berührung gekommen sein und man müsste doch eine zimelich große Sicherheit beim Kauf eines Yoshikigoi habe.
Soweit ist zumindest mein Gedankengang bei dem Thema.

Aber bitte schreibt Mal Eure Meinungen dazu!
Würde mich sehr interessieren.


PS:
Und nochmals mein großes Mitgefühl für alle betroffenen Händler, Großhändler, Mitimporteure udn auch für die betroffenen Züchter in Japan!
Ich hoffe, dass alles nicht so schlimm ist, wie es derzeit spekuliert wird!
 
Hallo,

wenn mir ein Koi gefällt ist es mir egal ob er in Polen, Holland, Österreich, Japan oder Alaska geschlüpft ist.

Somit ist es für mich eine Alternative bei Jos einzukaufen wenn er für mich einen optisch entsprechenden Fisch hat.

Gruß

Ben
 
nehmen wir mal an, dass jos zuchttiere, welche er aus japan bezieht, carrier sind. wer gibt die gewissheit, dass du brut unbeschadet davon kommt?

wenn man kosequent sein will und dieses jahr auf den kauf neuer tiere verzichten möchte (ich zähle mich nicht dazu) dann dürfte man theoretisch nirgendwo ein fisch kaufen. zumindest nicht bei züchtern, die irgendetwas mit japan zu tun hatten. da würde jos dazu zählen.
 
Hi,

ich glaube nicht das das die sichere Alternative wäre. Schau mal bei Google nach KHV Risiko in Polen.
Fackt ist, das KHV in Europa sehr verbreitet ist und auch in vielen Flüssen nachgewiesen wurde. Ich denke mal das man sich heutzutage überall KHV einfangen kann, unabhängig vom Standort.
Dann noch etwas: KHV ist nicht vererbbar, deshalb macht es keinen Unterschied, ob man befallene Tiere unwissendlich zur Zucht verwendet oder nicht. Die Nachkommen sind KHV frei.
Letzendlich muss jeder selber entscheiden was und bei wem man kauft. Das Risiko gänslich ausschliessen kann man aber leider nicht.
 
Wenn man konsequent sein will darf man KEINEN Fisch, von nirgendwo kaufen.
Aber wer will das schon?

Auch wenn es bis jetzt noch keinen Ausbruch bei Jos gab und er seine Fische regelmäßig testen läßt kann es ihn doch auch mal treffen.
Die Elterntiere kommen schließlich, ursprünglich, alle aus Japan.


Ich möchte hier mal ausdrücklich den offenen Umgang der betroffenen Händler loben. Das sind die Dinge die Vertrauen schaffen.
Leider haben einige Händler es in der der Vergangenheit ja anders gehandhabt.

KHV kann jeden Händler treffen.

Meine Meinung:
Eine 100%-ige Sicherheit gibt es nicht. Man kann das Risiko halt nur minimieren.
 
Hi,

da Jos selber schon geschrieben hat, dass er Japaner und auch Yoshikigoi teiweise in gleichen Becken/Ponds hält, ist das sicher auch keine Alternative.

Bei Händlern, die auch noch aus verschiedenen Ländern Koi anbieten ist das Risisko doch noch unüberschaubarer.

Und wie Bernikoi auch schon schrieb, sind in Polen zig Karpfenteiche an KHV hochgegangen.

Gruß Armin
 
Hallo ,

ja es gibt in der Gegend natürliche Gewässer ohne Ende .

Auch Zierfischfarmen , für Goldfische , damals haben sie versucht Koi nachzuziehen , ich weiß nicht was daraus geworden ist .

Berni KHV ist zwar nicht vererbbar ,

es soll allerdings bei einer völligen Durchseuchung Koi geben bei denen weder der Erreger nachweisbar noch daß die Koi irgendwelche Symptome aufweisen .

Eine ressistente Mutation ?

Was wäre wenn man diese Koi als Elterntiere nimmt ?

Würde bei diesbezüglicher Selektion die Möglichkeit bestehen in einigen Generationen eine KHV Empfänglichkeit niederzuzüchten .

Sicher nicht , da vieren clever sind , und sich immer wieder neu anpassen werden .

Beste , artgerechte Haltungsbedingungen, vernünftiges Handling aller dieser Kette, das sind die Zauberwörter zur Prävention .

Gruß Stephan
 
Hi Stephan,

wie gesagt, ein Restrisiko wird immer bleiben, egal von wo die Koi kommen.
Man kann zwar schon beim Einkauf in Japan Vorsorge betreiben, bei der Auswahl der Züchter, aber wie gesagt, niemand kann sich freisprechen.
Auch Jos hat noch vor kurzem Fische aus der besagten Region gekauft, wie in seinen Reiseberichten nach zu lesen.
 
Hallo Zusammen

Zuchtiere die KHV Carrier sind, die also den Virus schlummernd in sich tragen, uebertragen weder genetisch noch ueber das Wasser den Virus. KHV muss aktiv sein, um uebeetragbar zu sein!
 
Hallo Dirk,

genau so kenne ich es auch, aber wie Stephan schon schrieb, die Natur lässt sich immer wieder was neues einfallen. Nichts ist unmöglich.

Aber so weit sind wir ja (hoffendlich) noch nicht.
 
Hallo,

mir ging es ja darum, dass Jos in Polen ein fast autarkes System auf seiner Fram betreibt.
In Polen mischt er keine Yoshikigoi mit Japanern (nur in einigen Becken in Grubbenvorst). Und da ihr ja selber sagt dass die Elterntiere es nicht an den Nachwuchs weitergeben, sollten Jos' Fische momentan sicher sein. Denn er bezieht kein Wasser aus Flüssen oder Seen. Nur Brunnenwasser. Und da sollte das Virus nicht mehr drinnen sein.
Da er ja auch vor hat, diese Trennung in Grubbenvorst strickt einzuhalten und es auch die Möglichkeit gibt, sich die Fische direkt von Polen aus liefern zu lassen (also ohne Zwischestation in Grubbenvorst), sollten die neuen Yoshikigoi nicht mehr mit irgendwelchen Japanern in Berührung kommen.

So gesehen, müssten die Fische dann doch eigentlich zu 100% sicher sein? Oder irre ich mich?
 
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