Kohaku erstickt?

Koi81

Mitglied
Hallo zusammen

Lese nun schon über ein Jahr hier mit, nur jetzt hab ich zum erstem mal ein Problem.

Gestern ist mir aufgefallen, dass unser Kohaku zwischenzeitlich nur noch mit einer Kieme atmet. Der andere Kiemendeckel bewegte sich nicht.
Außerdem sonderte er sich von den anderen ab und stand vorm Wassereinlauf etwas apatisch.

Heute dann der Schock. Er lag auf dem Boden auf der Seite.
Habe ihn dann rausgeholt, er noch zwei Atemzüge gemacht, und das war's dann :(

Könnte er erstickt sein? Tippe aber auch auf Kiemenwürmer.
Oder ist da ohne Abstrich nichts zu erkennen?

Teich hat 30 m³ mit 15 Kois von 1ß bis ca 60cm

Hier zwei Bilder der Kiemen, äußerlich war nichts zu erkennen



 
ein abstrich bringt nach den verenden des fisches nicht mehr viel. zumindest wegen parasiten nicht. die springen ganz schnell ab, wenn sie merken, dass ihr wirt nicht mehr ist.

ich hatte gestern genau den gleichen schicksalsschlag erlebt. beim untersuchen ist mir aufgefallen, dass sie kiemen extrem schleimig waren. das erschwert einen gasaustausch natürlich extrem. ich vermute mal, das mein kohaku erstickt ist. die ursache waren anfänglich hakenwürmer und durch die schwächung und die angegriffene haut haben sich aeromonas breit gemacht und ihm den rest gegeben.

mach mal einen bakterienabstrich und lass den untersuchen.
 
Hallo Koi81,
ich habe mir mal Deine Bilder gespeichert und dann vergrößert.
Das sieht nicht gut aus!!!!
Wenn ich das richtig sehe, sind auf beiden Seiten die erste Lamellenreihe total blank ( weiß ). Die nächsten Reihen sind bis zu einem Drittel auch schon weiß. :shock: Gesunde Kiemen sind fleischig rot und die weißen Gräten sieht man nicht, darf man nicht sehen!!!
Das bedeutet, dass der Fisch fast keinen Sauerstoff mehr aus dem Wasser aufnehmen kann. Er wird ersticken !!!
Da ist nun aber der Notarzt gefragt, sonst kannst Du ihn nach Pfingsten entsorgen. Das wird er nicht überleben.
Nicht mehr experimentieren sondern sofort handeln. :?

Quelle: http://www.koi-hobby.de/koi_gesundheit/die_kiemen.html
Kiemenirritationen

Ein über längere Zeit einwirkende überhöhte
Konzentration an Ammonium, Nitrit oder zu viel Chlorhaltiges Frischwasser beim
Wasserwechsel kann zu einer Beschädigung der empfindlichen Kiemenfilamente führen.
Kiemenirritationen führen zunächst zu einer erhöhten Schleimhautbildung, die eigentlich
die Kiemen schützen soll, aber damit den Gasaustausch mit dem Wasser und damit das
entgiften des Koi erschwert. Dies bedeutet eine Unterversorgung mit Sauerstoff woraus dann
viele andere Probleme resultieren. Funktionsstörungen der Kiemen werden durch ein
verändertes Verhalten des Koi, schnelles Atmen, lethargisches Verhalten und Luftholen an
der Oberfläche sichtbar.

Sind die Kiemen erst einmal angegriffen, bleiben
bakterielle Infektionen nicht mehr lange aus. Diese sorgen für weitere Probleme der
Kiemen, es entsteht ein äußerst negativer Kreislauf der zu spät erkannt fast immer zum
Tode des Fisches führt.

Auch für Parasiten wie z.B. Dactylogyrus und Ergasilus
ist die Kieme mit ihren vielen Filamenten eine willkommene Ansiedlungsfläche. Ein Befall
mit Parasiten ist manchmal durch das Verhalten des Koi erkennbar, auch kann ein Abstrich
der Kiemenschleimhaut hilfreich sein. Schießt der Koi plötzlich durchs Wasser, springt
er oder versucht er sich an der Teichwand mit dem Kiemendeckel zu scheuern, sind dies
Indikatoren für Kiemenparasiten, die allerdings vor einer Behandlung individuell
nachgewiesen werden sollten.

Ich möchte es nicht aussprechen, aber lies mal hier und sieh Dir Deine und die Bilder dort von den Kiemen an. :shock: :shock:
http://www.konishi-koi.com/kh/index.php?id=1614

Ich drücke Dir die Daumen, dass alles wieder gut wird. :oops:
 
Hallo Leute,
dieses Bild der angegriffenen Kiemen kann mehrer Ursachen haben.
Einmal zuviel Futter bei zu wenig Sauerstoff
Massiver Sauerstoffmangel im Wasser
Hohe Ammonium und Nitritwerte
Bakterielle oder Parasitäre Infekte
Einen viruellen Infekt, so wie KHV glaube ich nicht, dazu sieht
das Tier im allgemeinen noch zu gut aus. Columinaris schließe
ich auch aus, dazu müßten die Kiemen noch mehr zersetzt sein.
Mein Tipp:
Fütterung einstellen, Wasserwerte testen und mal Abstriche von den
anderen Tieren machen. Filter gründlich spülen und Wasserwechsel.
Und zu guter letzt, im Notfall immer mal einen Koidoc hinzu ziehen.
Grüße
Mario
 
pischi schrieb:
ein abstrich bringt nach den verenden des fisches nicht mehr viel. zumindest wegen parasiten nicht. die springen ganz schnell ab, wenn sie merken, dass ihr wirt nicht mehr ist.

ich hatte gestern genau den gleichen schicksalsschlag erlebt. beim untersuchen ist mir aufgefallen, dass sie kiemen extrem schleimig waren. das erschwert einen gasaustausch natürlich extrem. ich vermute mal, das mein kohaku erstickt ist. die ursache waren anfänglich hakenwürmer und durch die schwächung und die angegriffene haut haben sich aeromonas breit gemacht und ihm den rest gegeben.

mach mal einen bakterienabstrich und lass den untersuchen.

Mirko,

Bakteriologische Untersuchung am Kadaver ist Nonsens :idea:

Das bringt m.E. Nur einen Befund für einen Therapieansatz bei Ulcera aus einer Wundtasche oder Punktat von Flüssigkeiten (Abszesse, Aszites etc.) am lebenden Organismus. :idea:

:wink:
 
@rudi
meinst du nicht, dass bei den kiemen noch etwas zu holen wäre. springen die bakterien denn auch gleich von der haut ab, wenn das tier verendet ist?

die netten herrschaften vom landeslabor, die den ersten abstrich, leider fehlerhaft, ohne befund untersuchten, boten mir an, wenn der fisch verendet ist, dass ich ihn einfrieren soll und zu untersuchung abgeben könnte.

ich denke aber eher, die haben sich schon die hände gerieben, dass sie mal wieder einen KHV-fall bekommen und einen teich platt machen können.
 
Mirko,

Da springen welche auf und ab :wink:

Du hast mir doch selbst geschrieben, das Aeromonaden überall im Teich zu finden sind, you remember :shock:
Ergo, Wasserprobe nehmen, vor Frischwasserzugabe.

Ich frage mich eigentlich nur weshalb nicht Chloramin T oder virkon S zum Einsatz kam.
Oder die Fische via futterapplikation mit dem AB versorgt wurden.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.....

Acht nur gut auch die Paddler wenn das Gentamycin drin ist, nicht das dann die Nieren in die Knie gehen (Stichwort:Schuppensträube)

:idea:
 
@rudi
Ich frage mich eigentlich nur weshalb nicht Chloramin T oder virkon S zum Einsatz kam.
Oder die Fische via futterapplikation mit dem AB versorgt wurden.
ich bin leider kein studierter tiermediziner. insofern bleibt mir nur eine große portion vertrauen, zu dem, was und wie der arzt verodnet und verabreicht

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.....
das ist wieder so ein rudisches rätsel. was genau meinst du?

Acht nur gut auch die Paddler wenn das Gentamycin drin ist, nicht das dann die Nieren in die Knie gehen
das wären also mögliche nebenwirkungen von dem zeug?
 
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