Koiherpes

Klar gibt es Studien über die Verbreitung von Viren. Da gibts viele Möglichkeiten.

Ich zieh mal eine an den Haaren herbei:

Kids spielen am Teich und fischen ne Muschel raus, Nachbars junge wirft die weil sie so schön ist in Papas Teich.

Oder sie fischen ne Muschel ausm Fluss.....

Hier bischen was zum lesen

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrich ... 05,1314794

http://www.fv-heilbronn.de/khvspezial.htm

http://www.tsk-sachsen.de/Programme/KHV.pdf


Aber ich glaube nicht dass es was bringt dieses Thema wie auch immer weiter zu diskutieren. Ich würde unter anderem aufgrund des bestehenden Risikos einer Verbreitung Keulen, das ist meine Einstellung zu dieser Sache und gut. Wie da jeder einzelne verfährt ist ihm überlassen.
 
Hi,

olaf-peter schrieb:
Das heißt es gibt keine Studie und ist "hören-sagen" oder wie ist das zu verstehen?
(denke mal ist doch auch für andere wichtig zu wissen, was nun stimmt und was nicht)

mir ist derzeit keine Studie bekannt, die sich mit der Übertragung von KHV durch Vögel beschäftigt. Angesichts der Häufigkeit, mit der KHV inzwischen in Koi-Beständen anzutreffen ist, kann man sich so eine Studie in Sachen Koi eigentlich auch verkneifen. Solange noch munter Neuzugänge gekauft werden und "Notverkäufe" von Privat an Privat laufen, ist das Risiko durch Vögel eher vernachlässigbar.

Eine Untersuchung in Bayern hat jedoch gezeigt, das sich fischpathogene Viren an den Schnäbeln von Reihern befanden, die zuvor an Teichen einer betroffenen Fischzucht auf Beutezug waren. Das gleiche Resultat ist zu erwarten, wenn ein Reiher von einem Teich kommt, in dem KHV gerade den Fischbestand aufmischt. Ein Risiko ist somit sehr wohl gegeben. Gemessen an anderen Verbreitungswegen und der inzwischen erfolgten Verteilung des Virus im Land mache ich mir wegen der Vögel keine Gedanken mehr.

Viele Grüsse

Lars
 
Ein Verbreitungsrisiko auf dem Luftweg demnach gering (wenn man es rein mathematisch betrachtet). Die meisten die grad einen Teich haben wissen ja gar nix von KHV, kaufen "irgendwo" im guten Glauben ein oder bekommen vom lieben Nachbarn ihre ersten Fische für den neuen Tisch und so nimmt wohl alles irgendwie seinen Lauf.


Was mich aber mal interessieren würde,
wenn ein Händler nun ein KHV Koi hat und den "imunisieren" würde - ist das Virus dann eigentlich überhaupt noch nachweisbar per Abstrich oder so ?? :shock:
 
Sorry, so schwer es sein mag. Aber die Fische gehören gekeult und der Teich desinfiziert.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das KHV-Erreger mindestens 4 Stunden im freien Wasser ohne Wirt überleben kann.
Vögel und Frösche können Wassertropfen in Gefieder bzw. Schleim in andere Gewässer transportieren. Ein minimaler Tropfen mit Erreger reicht aus um ein Gewässer zu infizieren.
Dein Teich stellt somit nicht nur eine Gefahr für andere Teichbesitzer dar, sondern was viel schlimmer ist: für die gesamten Gewässer in der Umgebung!

Wenn ihr was vernünftiges tun wollt, dann bringt die Fische um, und zwar am besten gleich morgen!
 
Ahoi,

bevor ihr auch die Vögel abknallt.... :lol:

Das Virus ist nur in der Zeit auf dem Wasserwege übertragbar, in der auch ein Ausbruch der Erkrankung vorliegt + eine gewisse Zeitspanne danach, bis es sich wieder in den Überlebenden schlafen legt. :cry:

Im Carrierstatus scheiden die Fische keine Viren aus und das Teichwasser ist auch nicht infektiös.

@ Gecko,

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das KHV-Erreger mindestens 4 Stunden im freien Wasser ohne Wirt überleben kann.

lt. Herrn Dr. Sven Bergmann überlebt das Virus bis zu 2 Stunden außerhalb des Wassers und 14 Tage im Wasser ohne Wirt. :shock:

Gruß Armin
 
Wenn der Virus im Teichwasser gar nicht mehr nachweisbar ist, ist das Verbreitungsrisiko von einem Privatteich der auch nicht an irgendwelche weitere Gewässer angeschlossen ist faktisch kaum gegeben.

Und wer nun ehrlich ist würde zugeben das es gar nie darum ging, daß sich irgendwas verbreiten könnte, es geht anscheinend doch letzendlich nur darum das die (berechtigte :!: ) Sorge besteht, daß solche KHV Kois (von Privatleuten o.a.) früher oder später über Tauschbörsen oder sonstwie in den Umlauf gebracht werden könnten und man hätte sich dann womöglich selbst ne tickende Zeitbombe reingeholt ohne es erstmal zu wissen.

Eine Pro oder contra Keulen Meinung vertrete ich nicht,
Es ist schon wichtig aufzuklären über das thema, aber man sollte auch mal klar ansprechen worum es hier wirklich geht und nicht nach Schlagworten nur polemisieren.
 
arminio schrieb:
Im Carrierstatus scheiden die Fische keine Viren aus und das Teichwasser ist auch nicht infektiös.

Diese Aussagen provozieren derartige Reaktionen:

olaf-peter schrieb:
Wenn der Virus im Teichwasser gar nicht mehr nachweisbar ist, ist das Verbreitungsrisiko von einem Privatteich der auch nicht an irgendwelche weitere Gewässer angeschlossen ist faktisch kaum gegeben.

Es ist inzwischen nachgewiesen, dass beispielsweise in Stresssituationen das Virus bei einem Carrier jederzeit aktiviert werden kann und dann aktive Viren ausgeschieden werden oder zumindest ausgeschieden werden können. Es ist also nie auszuschließen, dass bei einem Besatz mit Carriern das Teichwasser gerade mit aktiven Viren verseucht ist.

Gruß

Wipe
 
@arminio: deine Zahlen scheinen so ziemlich das Maximum darzustellen (bis zu...) (Hast du vielleicht einen wissenschaftlichen Artikel darüber? Dazu findet man komischerweise nichts, nicht mal auf englisch)

ich habe ja geschrieben "mindestens"...

meines Wissens nach sterben die Viren innerhalb 24h ohne Wirt. (dazu gibt es mehrere Studien, z.B. siehe Perelberg et al.)
 
sry, wollte nix absichtlich provozieren.
Denke halt nur das es eigentlich in wirklichkeit (auch wenns keiner bisher gesagt hat) um was ganz anderes hier geht, man sieht das auch in div. Threaths in der Tauschbörse. :wink:
 
olaf-peter schrieb:
Wenn der Virus im Teichwasser gar nicht mehr nachweisbar ist, ist das Verbreitungsrisiko von einem Privatteich der auch nicht an irgendwelche weitere Gewässer angeschlossen ist faktisch kaum gegeben.

Tolle Einstellung.
Genau wegen solchen Leuten nimmt KHV in Deutschland so drastisch zu.
Die Viren können jederzeit wieder von den Fischen ausgeschieden werden, v.a. wenn die Fische Stress ausgesetzt werden!
 
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