Brauche dringend Rat

Dass es sich hier um Studien aus der Karpfenzucht handelt und nicht aus der Koi Haltung, hat damit zu tun, dass fast alles, was wir über haltung, Krankheiten und sonstigem eben aus diesen Bereichen stammen. Es gibt nicht allzu viele, bezahlte Studien über einen Zierfisch, so dass wir vielfach auf Forschungen von Karpfen und über Karpfen zugreifen müssen.
Die Frage die sich mir häufig stellt: Wie weit ist der Karpfen mittlerweile vom Koi entfernt. Ähnlich wie der Wolf vom Chihuahua?
 
Die Frage die sich mir häufig stellt: Wie weit ist der Karpfen mittlerweile vom Koi entfernt. Ähnlich wie der Wolf vom Chihuahua
Ich denke, das kommt ganz auf den Bereich an, um den es geht. Wenn wir unsere Hunde, vielleicht nicht gerade die Winzlinge, aber durchaus größere Hunde mit dem Wolf vergleichen, sehen wir auch die gleichen Parallelen wie beim Karpfen und Koi.
Die Ernährung ist sehr ähnlich, zumindest die Anforderung an Protein, Fett und bestimmte weiteren Nährstoffe. Die Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe ebenfalls. Viele Krankheiten oder auch Temperaturempfindlichkeit. Stoffwechsel und Verhalten sind auch ähnlich.
Eine Krankheit wie Flavo Columnares, oder der Umgang mit Parasiten ist in beiden Fällen fast gleich, außer wir nehmen einen Karpfen aus einem Naturteich. Der hat keine Ektoparasiten, oder zumindest fast keine. Karpfenläuse und Ankerwürmer mal außen vor gelassen. Aber immer im Hinblick auf Massenhaltung. Auch in unseren Teichen haben wir mehr oder weniger eine Massentierhaltung und somit können wir vieles übernehmen.

Aber wie der Wolf im Gegensatz zu unserem Haushund, ist der Naturkarpfen auch noch etwas robuster als der Koi. Wenn also der Natur Karpfen im Zuchtbetrieb z.B. unter Parasiten leidet, dann tut der Koi das noch ein Stückchen mehr u.s.w.
 
Moin Konny,
" ironie an "
ist so wertvoll wie deine Quelle > Privatdozent
Und wieder "aus"
ganz ehrlich, es ist ja kaum noch möglich, einen Rat zu geben oder etwas zu erklären, ohne dass irgendeiner um die Ecke kommt und nach der Quelle des Wissens fragt. Am liebsten wird hier inzwischen nach links von Studien oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen gefragt/gebeten, um das zu verifizieren, was jemand erzählt. Und dann wird das auch noch infrage gestellt, weil es ja so viele unterschiedliche Studien geben könnte oder gibt.
Fragt man seinen Hausarzt auch nach der Quelle seines Wissens, wenn er einem erzählt, was man hat oder wie man davon wieder gesund wird oder seinen Tierarzt, wenn man mit Hund/Katze hingeht?
Da muss man sich als helfende/r oder ratende/r Fragen, ob man zum einen immer beweisen muss, dass dieses Wissen von irgendeinem in einem Institut erforscht wurde, oder ob man grundsätzlich für zu doof gehalten wird, vielleicht noch für jemanden, der sich selber in seinem Oberstübchen irgendwas zurecht reimt.

Am besten empfehlen wir doch einfach jedem Hilfe suchenden gleich irgendein Fachbuch oder die Google Suche und fertig. Dafür braucht es kein Forum. Oder wer einfach nicht glauben will, was 100 fach wiedergegeben wird aus Erfahrungen und Wissen, der kann sich ja auch vielleicht selber mal auf die Suche nach wissenschaftlichen Berichten machen. So er diesen dann eher glauben will.

Und meine ganz persönlichen Quellen, wie z.B. der Privatdozent, ist sicherlich genauso gut und richtig wie jeglicher Dozent oder Lehrer, der uns jemals etwas beigebracht hat.
 
Und meine ganz persönlichen Quellen, wie z.B. der Privatdozent, ist sicherlich genauso gut und richtig wie jeglicher Dozent oder Lehrer, der uns jemals etwas beigebracht hat.

Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Wissen auch aus Fachkreisen kommt. Ein Privatdozent ist ja meist in der Forschung und Lehre tätig. Trotzdem ersetzt so eine Aussage für mich keine echte Quelle. Dozenten stützen ihr Wissen ja selbst auf Studien, Leitlinien und Fachliteratur. Genau diese Grundlage wäre hilfreich, damit andere mitlesen und die Information einordnen können. Wenn man nur sagt „das hat mir ein Privatdozent erklärt“, bleibt es für Außenstehende leider eine nicht überprüfbare Behauptung. Wir wissen ja nicht, wer die Person ist, in welchem Fachbereich sie arbeitet und worauf sie sich genau stützt. Darum finde ich es legitim, wenn nach Quellen gefragt wird, nicht aus Misstrauen, sondern damit Aussagen nachvollziehbar und überprüfbar bleiben.
 
dieses Forum ist ein Zusammenschluss von Hobbyisten und Teichbesitzern und einigen wenigen Fachleuten. Viel von dem Wissen, das über Jahre hinweg hier weitergegeben wurde, stammt aus Erfahrungen oder erlerntem Wissen. Wie auch immer dieses Wissen erlernt wurde. Nicht alles lässt sich durch einen Link oder eine Quellenangabe belegen, weil es nicht für alles einen Link im Internet gibt. Egal wo man auf der Welt sucht. Wenn jetzt jeder mit einem entsprechenden Wissen, ob aus dem Bereich der Fachleute oder der Hobbyisten, seine Behauptung belegen muss, damit die anderen erkennen können, dass dieses auch den Tatsachen entspricht, dann bedeutet das, dass hier keinem mehr irgendwas geglaubt wird. Dieses ist eine Entwicklung, die ich sehr unschön finde.
Nicht aus persönlichen Gründen. Wenn ich nicht helfen kann, weil ich gerade nicht den passenden Link oder die passende Quellenangabe zur Verfügung habe und meine Hilfe deswegen infrage gestellt wird, dann kann ich damit leben. Manche Fische aber vielleicht nicht.

Und ganz zum Schluss, bevor ich diese Diskussion verlasse. Ist dann jemand unglaubwürdig, der sein Wissen aus persönlichen Erfahrungen zieht, weil er das Koi Hobby intensiv und mit Leidenschaft betreibt, aber beruflich was völlig anderes macht? Erfahrung als Legitimation für Wissen scheint nach dieser Definition also nichts wert zu sein, weil man es ja nicht mit irgendeinem Link verifizieren kann, der das geschriebene für andere „nachvollziehbar“ macht.

Traurig, wie sich manche Dinge entwickeln.
 
dieses Forum ist ein Zusammenschluss von Hobbyisten und Teichbesitzern und einigen wenigen Fachleuten. Viel von dem Wissen, das über Jahre hinweg hier weitergegeben wurde, stammt aus Erfahrungen oder erlerntem Wissen. Wie auch immer dieses Wissen erlernt wurde. Nicht alles lässt sich durch einen Link oder eine Quellenangabe belegen, weil es nicht für alles einen Link im Internet gibt. Egal wo man auf der Welt sucht. Wenn jetzt jeder mit einem entsprechenden Wissen, ob aus dem Bereich der Fachleute oder der Hobbyisten, seine Behauptung belegen muss, damit die anderen erkennen können, dass dieses auch den Tatsachen entspricht, dann bedeutet das, dass hier keinem mehr irgendwas geglaubt wird. Dieses ist eine Entwicklung, die ich sehr unschön finde.
Nicht aus persönlichen Gründen. Wenn ich nicht helfen kann, weil ich gerade nicht den passenden Link oder die passende Quellenangabe zur Verfügung habe und meine Hilfe deswegen infrage gestellt wird, dann kann ich damit leben. Manche Fische aber vielleicht nicht.

Und ganz zum Schluss, bevor ich diese Diskussion verlasse. Ist dann jemand unglaubwürdig, der sein Wissen aus persönlichen Erfahrungen zieht, weil er das Koi Hobby intensiv und mit Leidenschaft betreibt, aber beruflich was völlig anderes macht? Erfahrung als Legitimation für Wissen scheint nach dieser Definition also nichts wert zu sein, weil man es ja nicht mit irgendeinem Link verifizieren kann, der das geschriebene für andere „nachvollziehbar“ macht.

Traurig, wie sich manche Dinge entwickeln.
Ich sehe es genauso, dass dieses Forum in erster Linie von Hobbyisten lebt und dass hier viel Wissen aus Erfahrung weitergegeben wird. Das ist ja auch das, was den Austausch interessant macht. Trotzdem denke ich, dass man ein bisschen unterscheiden sollte, worüber man spricht. Bei Technik, Alltagsthemen oder Haltungsgewohnheiten reicht Erfahrungswissen oft völlig aus. Wenn es aber um Krankheiten, Parasiten oder Fütterungsfragen geht, die schon sehr nah an die Tiermedizin heranreichen, finde ich es sinnvoll, sich möglichst an fachlich abgesicherten Informationen zu orientieren. Bei Hunden, Katzen oder Pferden würden wir ja auch erwarten, dass ein Tierarzt nicht nur nach Gefühl arbeitet, sondern auch auf Basis von gesichertem Wissen.


Darum verstehe ich Nachfragen nach Quellen oder Grundlagen nicht als Misstrauen gegenüber der Person, die etwas schreibt, sondern einfach als Hilfe für alle, die mitlesen und vielleicht einen Rat umsetzen wollen. Viele können ja gar nicht einschätzen, ob eine Aussage vor allem auf persönlicher Erfahrung beruht oder ob dahinter medizinisches Fachwissen steht. Wenn man das offen kenntlich macht, und wo möglich auch mal eine Quelle nennt, schafft das einfach Transparenz und hilft vielleicht Leute sich selbst auch weiter fortzubilden.


Das bedeutet für mich ganz sicher nicht, dass Erfahrung wertlos wäre. Im Gegenteil, ohne Erfahrung würde so ein Forum kaum funktionieren. Ich sehe es nur so, dass Erfahrung und Wissenschaft sich ergänzen sollten, insbesondere gerade bei Gesundheitsthemen. Deshalb empfinde ich es auch nicht als „traurige Entwicklung“, wenn genauer nachgefragt wird. Am Ende profitieren davon vor allem die Haustiere, welche Koi ja sind.
 
Hier gebe ich konny Recht.
Erfahrung, Wissen und Studien ergeben doch eine Summe.
Die Nachfrage über einer Studie zur Studie aus der Studie von deren Quelle die Wissenschaft basiert aus deren Quelle die Studie u.s,w,
Auf Seite 5 wurden für ein Hobbyforum eigentlich brauchbar und nach vollziehbarvieles beschrieben.
In wie weit Jörg und patho leiert sind weiß ich nicht. Um ihre Fragen oder auch Argumente beantwortet oder widerlegt zubekommen
müssten sie sich sicherlich in ein Wissenschaftsforum anmelden. In welchen bleibt sicherlich auch ihnen je nach Studie und Quelle ihnen überlassen.
Wenn ich meine Meinung mal so offen darlegen darf.
 
Alles Käse ?!
:)

Leider erhält man aus (Koi-) Foren und Facebook-Gruppen auf manche Fragen oft nur Meinungen und Erfahrungen sind keine Garantie für Richtigkeit.

Es ist überhaupt nicht traurig wie sich diese Dinge hier und anderswo entwickelt haben und noch entwickeln werden (sorry Konny).
Ich halte Koi seit 25 Jahren und habe mein Wissen - around Koi- diesbezüglich immer erweitert. Habe dies aus sehr vielen alten und neuen Fach- Büchern und aus dem www. stets erweitert. Google Scholar und die Open-access Links direkt in die Uni-Datenbanken sind und waren sehr hilfreich.

Meine Enkel haben mir nun vor ein paar Tagen gezeigt, wie man heute zu den bestehenden Möglichkeiten die 'KI' nutzen kann. Google Gemini und ChatGBT sind kostenlos und mit etwas Übung sehr einfach zubedienen.

Die Informationen daraus sind nahezu grenzenlos. Man muss nur die richtigen Fragen stellen, erhaltene Antworten ggf. hinterfragen, vertiefen und die "KI" auch mal auf die richtige Bahn lenken. Hat man befriedigende Ergebnisse erhalten, erhält man auf Wunsch auch die passenden Quellenangaben dazu. Ich bin sprachlos begeistert davon. Insbesondere ChatGBT kann ich daher jedermann empfehlen. Korrigieren lässt sich die KI auch, wenn man selbst über anderslautende aber evidente Informationen verfügt. ChatGBT prüft die Angaben dann, bedankt sich sogar dafür und stellt es anderen Nutzern anonymisiert auch zur Verfügung.

Ich liefere euch nachher mal ein Beispiel wie man ChatGBT nutzen kann. Dann habt ihr mal ein nachvollziehbares Beispiel.

Ich hab mir das Winter-Futter #2 vom Koi-Doc B. mal angesehen, weil hier ein Link auf ein YouTube Video eingestellt wurde (von Michael ) Dann habe ich ChatGBT mal darauf angesetzt. Eines sage ich vorweg. Das Futter ist im Winter offensichtlich ganz gut geeignet.


Grüßle
 
Zuletzt bearbeitet:
Am liebsten wird hier inzwischen nach links von Studien oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen gefragt/gebeten, um das zu verifizieren, was jemand erzählt. Und dann wird das auch noch infrage gestellt,
Eine kleine Anekdote aus meinen Erfahrungen.
Es ging ebenfalls um Futter. Nachdem ich einen Beitrag geschrieben hatte bekam ich eine PN mit der Bitte den entsprechenden Bericht über die Versuche dem User zur Verfügung zu stellen da er meine Aussagen nicht teilen könne. Da es sich bei dem User nicht um einen Laien handelte habe ich den Wunsch erfüllt.
Nach 2 Tagen kam folgende PN bei mir an: "Vielen Dank für den Bericht. Ich habe mir den Bericht sorgfältig angeschaut. Wenn ich es richtig verstanden habe bestätigt der Bericht deine Aussagen. Trotzdem werde ich von meiner Sicht der Dinge nicht abrücken"". Nach dieser Erfahrung habe ich meine Abgabe von Berichten extrem eingeschränkt.

Es sieht nach einer einfachen Lösung aus Berichte einfach so in den Raum zu stellen. Aber so einfach ist es eben nicht. Zumal einige Berichte zahlungspflichtig sind. Oft sind die Berichte in Fachenglisch, gespickt mit Fachausdrücken. Dann kommt dazu wer hat die Versuche bezahlt und was sollte damit erreicht werden. Ein weiterer Punkt ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung/Zugangsmöglichkeit bzw. wann wurden die Versuche durchgeführt. Viele Berichte im Netz sind von neueren Entwicklungen bereits widerlegt. Und nicht zu vergessen, viele Versuche werden mit Karpfen als Referenzfisch durchgeführt. Nicht immer ist es sinnvoll/richtig die Ergebnisse 1:1 auf die Haltung von Koi zu übertragen. Aus dieser Gemengelage ist es aus meiner Sicht nicht unbedingt sinnvoll Berichte einfach so in den Raum zu stellen.

Beispiel der angeführte Bericht #68 von Konny. In der Versuchsreihe ging es vor allem darum für Karpfenproduzenten den Nachweis zu erbringen wie Karpfen auch im Winter zu Wachstum zu bringen sind und die Mortalität unter unterschiedlichen Fütterungsbedingungen zu ermitteln. Daher hat das Futter mit 42% Protein und 11% Fett am besten abgeschnitten. So ein Futter wird als Winterfutter hoffentlich nicht von Koihaltern in Betracht gezogen.

Inzwischen stehe ich auf dem Standpunkt es steht jedem frei meine Aussagen - aus welchem Grund auch immer - nicht zu akzeptieren. Aber für meine Aussagen eine "gerichtsfeste" Beweislage zu liefern tue ich mir in der Regel nicht an.
 
Auf Seite 5 wurden für ein Hobbyforum eigentlich brauchbar und nach vollziehbarvieles beschrieben.

Ist das so???

"Wenn ein Koi proteinreiche Nahrung zu sich nimmt und dann die Wassertemperatur sinkt, können die sauren Bedingungen im Magen zusammen mit erhöhten Pepsinwerten über einen längeren Zeitraum im vorderen Teil des Darms bestehen bleiben. Dies kann die Teichfische dem Risiko von Magengeschwüren und zukünftigen Infektionen aussetzen.

Das verstehe ich leider gar nicht.:confused:
 
mir ging es in diesen Beitrag weniger über das angegebene Futter ( ich würde auch ein leichteres vorziehen),
Mir ging es um diese Aussage:
Ich hab mir das Winter-Futter #2 vom Koi-Doc B. mal angesehen, weil hier ein Link auf ein YouTube Video eingestellt wurde (von Michael ) Dann habe ich ChatGBT mal darauf angesetzt. Eines sage ich vorweg. Das Futter ist im Winter offensichtlich ganz gut geeignet.
Ein so hoher Fettgehalt (25%) bei Protein von 46% ist nach meinem Kenntnisstand keine gute Wahl, höflich ausgedrückt. Egal was ChatGBT orakelt.
Wurden Karpfen mit Futter 16% Fett und 38% Protein gefüttert zeigten sich Anzeichen einer beginnenden Leberzirrhose.
 
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