Sinnvolles und Artgerechte Koifutter für Senioren

iSpider

Mitglied
Teich4You schrieb:
Andere Herangehensweise:

Was fressen Koi-Senioren in der Natur anderes? Oder fressen die einfach weniger? Gibt es da Rückschlüsse die man ziehen kann? Wenn nicht, dann wird die Hand voll Sommerfutter am Ende vielleicht schon die gute Alternative sein. Das sind jedenfalls meine Gedanken dazu.
Dass es bei Katzen ein Senior Futter gibt ist doch nur ein Marketing Gag. Klar sind alte Katzen träge und brauchen dann vielleicht weniger Fett damit Sie nicht selbst zu fett werden. Genau so beim Koi. Die 40% sind doch gut für schnelles Wachstum. In der Mast gibt der Futterquorient vor wieviel Futter man braucht um x kg Fisch zu erzeugen. Bei alten koi passiert da nicht mehr viel. Deswegen ist ein normales/gesundes Futter eben nicht 40% sondern auch das was in der Natur vorkommt. Beim Koi Futter wiederum gibt es ja wieder Winterfutter, Sommerfutter. Da macht man es also nicht am altes der Koi fest sondern an der Jahreszeit. Nachdem der Fisch ja wechselwarm ist ändert sich auch das Fressverhalten und die Darm Aktivität. Ob ein Soja/Weizenfutter verdaulicher ist wie eins mit mehr Fischmehl weiß ich nicht. Wahrscheinlich schon. Aber der Karpfen in der Natur sucht sich zu den Jahreszeiten selbst sein Futter zusammen und frisst im Winter einfach weniger. Und genau das ist doch das Problem. Es gibt kein vernüftiges Koifutter was "naturnah" ist. Genau so wenig gibt es Mäuse in der Dose für Katzen :) Das wäre viel zu ekelig für den Verbraucher :)
 

hansemann

Mitglied
"Aus meiner praktischen Erfahrung der letzten 25 Jahre kann ich sagen, dass nur wenige ein Alter über 12 Jahre erreichen"
Diese Zeilen stammen von Frau Dr. Lechleiter, dem ein oder anderen Koikichi vielleicht bekannt.
Meiner Meinung nach ist die größte Gefahr für die Fische der Koihalter selbst 8)

Viele Grüße
Hans
 

meini

Mitglied
hansemann schrieb:
"Aus meiner praktischen Erfahrung der letzten 25 Jahre kann ich sagen, dass nur wenige ein Alter über 12 Jahre erreichen"
Diese Zeilen stammen von Frau Dr. Lechleiter, dem ein oder anderen Koikichi vielleicht bekannt.
Meiner Meinung nach ist die größte Gefahr für die Fische der Koihalter selbst 8)

Viele Grüße
Hans
:thumright:


scheuern und apathische Reaktionen der Koi können sehr gut durch Futter entstehen und das bei jedem Ph ( bis Ph <7>7) Wert des Teichwasssers.
so wie mir bekannt ist, ensteht aber nicht an den Kiemen Ammoniak oder Ammonium, oder umgekehrt, je nach Ph, es hat wohl etwas mit der Wassertemperatur zu tun.
Aber fragen wir und hören wir einfach mal Koihaltern zu, die schon jahrzehnte sich mit so einer Problematik befassen und nicht denen, die nur in "Theoretische Lesensweisheiten" verfallen sind.
Zu empfehlen ist hierbei "Der Koi Doktor" von Maarten Lammens, wo es sehr gut erklärt wird.
Meinolf
 

Teich4You

Mitglied
meini schrieb:
hansemann schrieb:
"Aus meiner praktischen Erfahrung der letzten 25 Jahre kann ich sagen, dass nur wenige ein Alter über 12 Jahre erreichen"
Diese Zeilen stammen von Frau Dr. Lechleiter, dem ein oder anderen Koikichi vielleicht bekannt.
Meiner Meinung nach ist die größte Gefahr für die Fische der Koihalter selbst 8)

Viele Grüße
Hans
:thumright:


scheuern und apathische Reaktionen der Koi können sehr gut durch Futter entstehen und das bei jedem Ph ( bis Ph <7>7) Wert des Teichwasssers.
so wie mir bekannt ist, ensteht aber nicht an den Kiemen Ammoniak oder Ammonium, oder umgekehrt, je nach Ph, es hat wohl etwas mit der Wassertemperatur zu tun.
Aber fragen wir und hören wir einfach mal Koihaltern zu, die schon jahrzehnte sich mit so einer Problematik befassen und nicht denen, die nur in "Theoretische Lesensweisheiten" verfallen sind.

Meinolf
Ich bin ganz Ohr Meinolf.
Wie lange machst du das Ganze eigentlich schon?
 

meini

Mitglied
hier mal ein Foto aus dem Jahr 2004, da schwimmt ein Sanke mit 3 Jahren rum, den ich heute immer noch in meinem Teich habe, bei bester Gesundheit.
Danach wurde mein Teich noch zweimal komplett umgebaut, fertig ist er heute aber eigentlich immer noch nicht. Man lernt eben nie aus.
 

Anhänge

meini

Mitglied
ich habe schon so gut wie fast alles an Futter durch, komme aber immer wieder zu Chikara zurück. Da gibt es keine Unterschiede was das Alter der Koi angeht, warum auch. Ich möchte hiermit aber auch betonen, dass es auch andere gute Futtersorten gibt, für mich persönlich ist o.g. aber das, womit meine Koi und Teich, Wasser) am besten zurecht kommen.

Meinolf
 

Fred S

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Ich denke in der Natur regelt sich das so, das die eiweisreiche Nahrung im Winter auf natürliche weise abnimmt auch das Jagtverhalten darauf. So das der Karpfen eher verhaltend und nach bedarf im Mulm pflanzliche Nahrung wie versunkenes Anflugfutter, Samen etc. auch Larven von überwinternden Insekten und voralem zartes grün von Fadenalgen aufnimmt, wenn er Hunger verspürt. Diese Möglichkeiten haben Koi nicht in effektiven Filteranlagen. Dazu kommt noch das Algenmittel eingesetzt werden die dann auch im Winter das letzte nat. Nahrungsangebot vernichten. Was ich jetzt nicht verteufeln will.
Aber da ist es dann schon sinnvoll das man einen entsprechenden Ersatz an gutem Winterfutter bei Bedarf zur Verfügung stellt. Da kann man sich eben nur auf eigene Erfahrungen oder die Professionalität von versch. Futterherstellern verlassen.
Ich hatte mal vor Jahren ein Video gesehen(müßte ich auch noch irgendwo haben) wo Johsef Bertram einen alten Japaner in Japan besucht, die alte Eminenz der Koizucht der den perfekten Koi züchten wollte(so sagte er), das war gigantisch was der an Koi hatte. Jedenfalls sagte dieser, das er seine Koi erst ab einer Temperatur von 15°C füttert. Weil der Koi darunter mehr Energie verbraucht das Futter zu verwerten als es Ihm nützt. Die Folge war das ich mit diesem Wissen viele Junge Koi über dem Winter eingebüst habe(Energiemangelsyndrom). Viel später mußte ich dann erfahren das junge Koi noch bei 5°C nach Bedarf Futter aufnehmen und dies auch brauchen. Das sind so Fehler die man am Anfang macht, wo man noch nicht genug weiß. Richtig ist ja auch, wenn man zu viel und falsches Futter im Winter gibt, das das zu Verdauhungsproblemen bis hin zum Tot führt, weil das Futter dann zu lange im Darm verbleibt und verdirbt.
Soviel dazu - mann lernt nie aus, damals kannte ich weder Foren, und hatte auch keine Ahnung vom Computer. Erst das Koihobby hat mich dazu getrieben damit anzufangen, da gleichgesinnte mit Erfahrung rar waren in meiner Nähe und das Internet ganz andere Möglichkeiten offenbarte.
Das soll es erst mal gewesen sein, ich habe mich genug offenbart. :oops: :wink:
Gruß Fred
 
Hallo Meinolf,
meini schrieb:
so wie mir bekannt ist, ensteht aber nicht an den Kiemen Ammoniak oder Ammonium, oder umgekehrt, je nach Ph, es hat wohl etwas mit der Wassertemperatur zu tun.
diese Aussage ist nicht korrekt. Ammoniak wir von den Koi durch passive Diffusion über die Kiemen ausgeschieden. Direkt an den Kiemen wird Ammoniak in das ungiftigere Ammonium umgewandelt. Dieser Prozess ist von zahlreichen Parametern abhängig und recht störanfällig.
 

meini

Mitglied
Mikrobiologie schrieb:
Hallo Meinolf,
meini schrieb:
so wie mir bekannt ist, ensteht aber nicht an den Kiemen Ammoniak oder Ammonium, oder umgekehrt, je nach Ph, es hat wohl etwas mit der Wassertemperatur zu tun.
diese Aussage ist nicht korrekt. Ammoniak wir von den Koi durch passive Diffusion über die Kiemen ausgeschieden. Direkt an den Kiemen wird Ammoniak in das ungiftigere Ammonium umgewandelt. Dieser Prozess ist von zahlreichen Parametern abhängig und recht störanfällig.
o.K. dann habe ich das falsch verstanden, falsch interpretiert,
Ich meine die Aussage von M.Lammens, wo er schreibt, Fische scheiden ständig Ammonium aus, sogar wenn sie nicht gefüttert werden,
Ich hab das so verstanden, dass sich das Ammonium , je nach o.g. Gegebenheiten, im Wasser befindet und sich dann eben in Ammoniak umwandelt.

Meinolf
 
Hallo Meinolf,
meini schrieb:
o.K. dann habe ich das falsch verstanden, falsch interpretiert,
Ich meine die Aussage von M.Lammens, wo er schreibt, Fische scheiden ständig Ammonium aus, sogar wenn sie nicht gefüttert werden,
das ist fast korrekt. Aber es handelt sich bei Süßwasserfischen um Ammoniak und nicht Ammonium. Ammonium kann von Koi praktisch nicht über die Kiemen abgegeben werden.
meini schrieb:
Ich hab das so verstanden, dass sich das Ammonium , je nach o.g. Gegebenheiten, im Wasser befindet und sich dann eben in Ammoniak umwandelt.
Es ist prinzipiell etwas anders. Vereinfacht beschrieben, an den Grenzflächen der Kiemen wird Ammoniak (NH3) durch Einbau von H+ in Ammonium (NH4+) umgewandelt. Steht wenig H+ für diesen Vorgang zur Verfügung (Indiz geringe Konzentration Kohlendioxid) ist diese Umwandlung verlangsamt/gestört und dies kann zur Irritation an den Kiemen führen.
Das gebildete Ammonium spaltet sich dann im Wasser wieder in Ammonium und Ammoniak auf, abhängig von Temperatur und pH. Dieser Vorgang bildet sich in den bekannten Tabellen/Formeln ab.
So erklärt sich auch, dass bei niedrigeren pH-Werten sowohl die erleichterte Umwandlung Ammoniak in Ammonium, als auch die Verteilung in Ammonium/Ammoniak den Kiemen der Koi positiv entgegen kommt.
 
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