zeolith Ja oder Nein

meini

Mitglied
Hallo Andi,
ich weiß ja nicht warum du hier mit so einer Arroganz auffährst. Du kennst meine Filteranlage in keinster Weise, oder weißt du mehr als ich selber?
Also lass bitte so einen Unsinn.
Ich kenne auch genügend schlaue Mitmenschen, die jeden bunten Koiaufkleber erklären können, aber nicht die "Teuren Inhaltsstoffe",die ohne diesen Aufkleber nur einen Bruchteil kosten, und sonst auch nur mit irgendwelchen schlauen Erklärungen auffahren die sie irgendwo abgelesen haben. Wenn man so ein Hobby schon ein paar Jahre länger betreibt, wird man mehr auf seine Erfahrungswerte zurück greifen als auf irgend so ein Gefasel.
Aber nur zur allgemeinen Beruhigung, ich weiß sehr sicher wann mein Zeolith gewechselt werden sollte. Aber das ist nach deinen Aussagen ja völlig unsinnig, da es ja, lt. deinen und von anderen, Aussagen auch nicht erforderlich ist Zeolith einzusetzen.

So, bin raus aus diesem Thread, wird mir zu anstrengend, da schreibe ich lieber Pn's mit Koiliebhabern, die schon mehr Jahre Koihobby auf dem Puckel haben, wie so manch ein "Neueinsteiger" an Lebensjahren,


Meinolf
 

irgendsontyp

Mitglied
Ich habe auch am Anfang mit Zeolith gearbeitet.

Allerdings wollte ich den Teich dann doch mit Salz behandeln und habe daher das Zeolith entfernt.

Bis dahin fand ich es recht kompliziert, das Zeolith so einzusetzen, dass es in der Strömung liegt und die Strömung nicht stört. Im Biofilter habe ich dann doch lieber Hel-X als Material eingesetzt. Also kam das Zeolith direkt in den Teich an einer durchströmten Stelle.

Ich habe 25 Kilo Zeolith in Säcken verwendet. Es hat nachweislich den Ammonium-Wert deutlich nach unten korrigiert. Dies konnte ich anhand der Seneye-Überwachung nachvollziehen.

Allerdings hat sich bei dieser Methode das Zeolith recht schnell zugesetzt und es war zu viel Arbeit das Zeug wieder "sauber" zu bekommen.

Mittlerweile ist Ammonium kein Thema mehr. Nur Nitrit ist noch messbar.

Wer die Arbeit mit dem Zeolith nicht scheut, Probleme mit Ammonium hat und kein Salz verwenden will.. warum nicht!

Viele Grüße

Daniel
 
Hallo Mathias,
Molch schrieb:
Mir geht es nur um die Fakten. Wenn Kunden bei mir Rat suchen, sollte man schon argumentieren können.
das ist sehr löblich.
Molch schrieb:
Wenn Naturagart seinen Kunden erklärt, welch tolles Zeolith sie haben, dann muss ich dies nicht nachplappern, sondern hinterfrage erst mal!
Jedes Zeolith hat andere Kenndaten und diese können nur mittels Analysen bestimmt werden. Die Unterschiede der einzelnen Lagerstätten können recht groß sein.
Molch schrieb:
Was passiert eigentlich mit dem Biofilter, wenn ich dem ständig das Ammonium vorenthalte
Wie schon mal geschrieben, das trifft kaum zu. Es wird nicht das gesamte Ammonium gebunden. Und nicht nur das, sinkt die Konzentration im Wasser zu stark ab wird gebundenes Ammonium aus dem Zeolith freigesetzt.
Diese Eigenschaft nutzt man in der Aquakultur aus und kombiniert Biofilter und Zeolith um bei der dortigen hohen Besatzdichte die Ammoniumspitzen abzufangen. Sinkt die Konzentration im Hälterungswasser stark ab wird der Biofilter durch freigesetztes Ammonium aus dem Zeolith versorgt.
Das ist eine vereinfachte Darstellung der chemischen und physikalischen Vorgänge die durch zahlreiche Parameter im Teich beeinflusst werden.
Daher macht es auch absolut keinen Sinn die theoretischen Werte, bzw. Laborwerte, bei der benötigten Menge Zeolith zugrunde zu legen.
 

irgendsontyp

Mitglied
Das was Mikrobe schreibt konnte ich letztes Jahr nachvollziehen.

1. Einen Eimer mit Leitungswasser gefüllt und das Seneye Messgerät hinein
2. "gebrauchtes" Zeolith in den Eimer gegeben
3. Die Ammonium-Werte sind innerhalb von 10 Minuten gestiegen

Leider kann ich die Daten aus dem letzten Jahr nicht mehr abrufen.

Viele Grüße

Daniel
 

Molch

Mitglied
Hallo Microbe!

Mikrobiologie schrieb:
Daher macht es auch absolut keinen Sinn die theoretischen Werte, bzw. Laborwerte, bei der benötigten Menge Zeolith zugrunde zu legen.
Es geht mir um Mengenangaben die realistisch für die Anwendung im Koiteich sind.

Theorethische Werte liegen bei 18mg Ammonium je gramm Klinoptilolith.

Meine Rechnung war ein Mittelwert.

Wenn in der Praxis nun Werte von bsw. nur 5mg erreicht werden, wird doch deutlich, dass man schnell zum Zeolithsklave mutiert und ein Regenerieren nach einigen Tagen längst überfällig war.

Nun lautet dann die (Beispiel)Rechnung:

1gr Klinoptilolith bindet 5mg Ammonium
Bei 1kg Futter benötige ich nun ca. 10kg Zeolith und muss täglich regenerieren.

Auch beginnt sicher nach einigen Tagen die Besiedlung des Materials mit Mikroorganismen, die die Austauschfähigkeit herab setzt.
Daher ist die Entnahme des Materials nur aller paar Wochen aus dem System wohl Unsinn.

Fazit für mich.
Für den dauerhaften Einsatz im Koiteich ungeeignet!
 

meini

Mitglied
da ich einige Kilo mehr, als in deiner theoretischen Berechnung angenommenen Werten, benutze, kann es sein das es so ist, kann aber auch nicht sein wie du es beschreibst Matthias.
Ich versuche auch nicht der Hummel zu erklären, dass sie ja garnicht fliegen kann, also in der Theorie. :roll:
Die Frage ist eigentlich, schadet es im Teich, oder schadet es nicht.
 

Bifimon

Mitglied
meini schrieb:
da ich einige Kilo mehr, als in deiner theoretischen Berechnung angenommenen Werten, benutze, kann es sein das es so ist, kann aber auch nicht sein wie du es beschreibst Matthias.
Ich versuche auch nicht der Hummel zu erklären, dass sie ja garnicht fliegen kann, also in der Theorie. :roll:
Die Frage ist eigentlich, schadet es im Teich, oder schadet es nicht.
Das sehe ich anders. Die Frage war sehr löblich. Es ging darum ob man es Kunden verkauft oder nicht. Also gibt es einen Mehrwert. Warum sich die Koilienhaber immer angegriffen fühlen.

Mikrobiologe hat es sehr schön beschrieben. Zeolithe funktionieren. Sind sie muss für einen Koiteich? Nein! Gibt es besser an und durchströmbare Materialien? Ja!

Vergesst bitte auch nicht, dass Teiche biologisch hoch aktiv sind. Da gibt es milliarden Sachen die sich bei zwei Systemen völlig unterscheiden können.
 
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