Planung Filter für Koiteich

Münsteraner

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Gummibaer schrieb:
Münsteraner schrieb:
Bürstenfilter sind davon abhängig, dass sich das Wasser dort beruhigt, quasi zu stehen kommt und die Koikacke dann zwischen die Bürsten absinkt. Das funktioniert in Regentonnen nicht. Wenn die Kacke dann ins Helix kommt, sich dort verklummt und faul, dann hast du die Kacke richtig am Dampfen.
Warum sollte das nicht funkionieren, selbst bei mir setzt sich noch feinster Schmutz ab obwohl ich die IBC´s mit Wasser aus der Klarwasserkamme speise.
Habe den Einlauf in den ersten IBC beruhigt und wenn man(n) will die Verbindungen mit Japanmatten noch Dicht gemacht. Geht bei ca 30.000l was ich darüber laufen lasse super.
Dann beschreibe doch mal kurz, wie sich das Wasser bei einem Flow von 20.000 l/h in einer 300 l Tonne beruhigen soll (siehe oben was ich beschrieben habe). Zeige, wie du so eine schöne Bürstenkammerstrecke wie vom Kammerer beschrieben in eine Regentonne mit einem 80iger Durchmesser installieren möchtest.

P.S.: Ich halte grundsätzlich wenig von Bürstenfiltern als alleinigem mechanischer Filter, da die Kacke dort - wenn auch aerob - vor sich hinkompostiert. Die während der Kompostierung abgegebenen Stoffe muss man dann über Frischwasser wieder ausspülen. Und wenn man dann 25% Wasserwechsel pro Woche macht bei einem 50 m³ Teich sind das im Jahr 650 m³. Bei 2 Euro pro Liter macht das € 1.300 im Jahr allein für Wasser. Ich wechsele nur sehr wenig Wasser. Dafür filtere ich das Wasser sehr fein mechanisch, habe reichlich Biologie und über den Pflanzenfilter regeneriere ich das Wasser. NO3 ca. 1 mg (Trinkwasser bei uns 10 mg), PO4 weniger als 0,05 mg/l. Auch der KH bleibt stabil bei 3. Bei mit kommt aus dem Filterrücklauf weit besseres Wasser als auf der Trinkwasserleitung (ok, Keimdruck ist sicher nicht Trinkwasserqualität(Kolonienzahl 0). Logo)

Wenn man so viel wechselt ist der Teich im Sommer immer ein Stück kühler als er sein müsste. Aus der Leitung kommt das Wasser ja mit ca. 10 Grad.

Ich gehe nur meinen Weg und beschreibe den hier. Aber jeder kann das genau so machen, wie er das möchte!
 

Schubi1973

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Hallo, meine Planung hat sich ein wenig geändert. Die Teichgröße bleibt bei ca. 20.000 Liter, den Filter will ich jetzt aber aus baulichen Gründen nur in "Halbschwerkraft" betreiben.

Hier meine Vorstellungen:

Ein Bodenablauf und ein Skimmer mit einen 110er Rohr in einen Pumpenschacht in der Erde. Darin eine Pumpe die das Wasser nach oben in einen Siebfilter pumpt. Von dort geht das Wasser dann in einen 1000 Liter IBC Behälter für die biologische Filterung. Von da zurück in den Teich. Irgendwo bringenuch auch noch die UV Lampe unter.

Ist diese Planung realistisch ? Vielleicht könnte man ja auch den Siebfi,Tee in Schwrkraft betreiben und sich so die Pumpenkammr sparen !? :
 

Münsteraner

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Mit welcher Pumpe willst du denn das Ganze betreiben? Die muss ja ordentlich schmutzresistent sein, weil sie ja VOR dem ersten mechanischen Filter gesetzt werden soll, wenn ich das richtig verstehe. Such dir mal ein Modell raus. Dann könne wir ja mal Strom und Anschaffungskosten vergleichen mit ordentlichen Klarwasserpumpen.
 

klaus1

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Schubi1973 schrieb:
Hallo, meine Planung hat sich ein wenig geändert. Die Teichgröße bleibt bei ca. 20.000 Liter, den Filter will ich jetzt aber aus baulichen Gründen nur in "Halbschwerkraft" betreiben.

Hier meine Vorstellungen:

Ein Bodenablauf und ein Skimmer mit einen 110er Rohr in einen Pumpenschacht in der Erde. Darin eine Pumpe die das Wasser nach oben in einen Siebfilter pumpt. Von dort geht das Wasser dann in einen 1000 Liter IBC Behälter für die biologische Filterung. Von da zurück in den Teich. Irgendwo bringenuch auch noch die UV Lampe unter.

Ist diese Planung realistisch ? Vielleicht könnte man ja auch den Siebfi,Tee in Schwrkraft betreiben und sich so die Pumpenkammr sparen !? :

Das ist Quark !!

Spaltsieb in Schwerkraft wäre die richtige Lösung.


Oder , wenn sehr geringes Kapital :


Einen Pumpenschacht / 200L Tonne eingraben und dort mittig die Zuläufe von Teich einbringen. Unten in den Schacht eine Dreckpumpe zur Reinigung stellen. In mittlerer Höhe die Pumpe zum Filter positionieren. Das ganze gerne mit einigen Filterbürsten garnieren.

In diesem Schacht setzt sich der schwere Dreck unten ab, der leichte Dreck oben. Die Bürsten fangen noch einmal einiges an Dreck auf, bevor die Pumpenpropeller alles andere klein Schreddern und den Kot zerstäuben. Alle 1-3 Tage muss dann dieser Schacht gereinigt werden .... dazu steht die Schmutzwasserpumpe unten drin !

(hatte ich vor vielen Jahren an meinem ersten Koiteich so verbaut, nach 2 Tagen fängt der Dreck unten im Schacht an zu stinken , also bedeutet das alle 2 Tage reinigen (20-30 Minuten Arbeit ) ..... das wird irgendwann nervig und ändert seinen Filter wenn möglich )
 

Schubi1973

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Danke für die ersten Kritiken und Anregungen.

Ich könnte auch einen kleinen Schacht bauen und die zwei Zugänge vom Teich in einen Siebfilter in Schwerkraft (z.B. den AquaForte SmartSieve ?!) führen. Dahinter dann die Pumpe auch noch hin den Schacht und von dort zum IBC.

Besser ? :D
 

Münsteraner

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So kannst du das betreiben.

Wenn du aber jetzt noch verstehst, dass die zu überwindende Förderhöhe sehr wichtig für den Energieverbrauch deines Teiches und die Anschaffungskostenfür die Pumpen ist, dann erschließt sich dir die volle Weißheit des Koiteichbetriebes. :wink:

Konkret: Bei einem Bogensiebbetrieb fällt das Wasser relativ weit runter (und ist hinterher auch nicht besonders sauber). Also musst du da insgesamt vielleicht 70-80 cm hochpumpen. Das kostet mehr Energie, als wenn du nur 20 cm pumpst. Klar. Was aber noch schwerer wiegt, ist, dass du, wenn du so hoch Pumpen musst, eben andere Pumpen verwenden musst, als wenn du nur 20 cm überwindest (Trommlerbetrieb). Das kommt daher, dass die Pumpen ja einen ganz anderen Gegendruck überwinden müssen und daher die Spaltmaße in den Pumpen viel kleiner sein müssen. Das führt zu höherem Stromverbrauch, höherer Empfindlichkeit der Pumpen gegen Schwebestoffe und viel höheren Kosten für die entsprechenden Pumpen. Da gibt´s lustige Diskussionen zu der Blue Eco hier. http://www.koi-live.de/ftopic48896-0.html Minimale Spaltmaße, die bei der Förderhöhe notwendig sind, führen leider dazu, dass schon kleine Verunreinigungen zur Zerstörung des Pumpeninnenlebens führt. Und davon will der Pumpenhersteller dann auch kulanzmäßig nichts wissen. Ich brauche 55 Watt mit meiner sehr robusten Pumpe, um 26.600 l/h zu schieben. Die kann sogar Tannennadeln verpumpen. Tannzapfen gehen nicht durch, zerstören die Pumpe aber auch nicht.
 

Schubi1973

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Hallo,

nachdem ich nun eure ganzen tollen Anregungen und Hinweise verarbeitet habe :lol: steht nun meine Planung fest. In der letzten Woche habe ich mir einen Aquaforte Siebfilter mit drei Eingängen (110er) und einen Beadfilter (AquaforteEconobead EB-140) gebraucht zugelegt.

Hier eine Zeichnung zu meiner finalen Planung.

Den Beadfilter würde ich gerne (trotz der Hinweise) nicht in den Filterschacht stellen. Mir fehlt ein wenig der Platz und im Gartenhaus könnte er gut stehen. Es wäre auch einfacher mit dem Wasserablauf beim spühlen.

Was haltet ihr davon ?
 

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Ernst P

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Ist gut aber die Pumpe wird für drei Zuläufe zu schwach sein. Aber wenn du alles schon gekauft hast, dann mach erstmal, ne stärkere Pumpe kannst du immer noch anschließen.
 

Münsteraner

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Schubi1973 schrieb:
Als Pumpe eventuell eine Aquaforte DM 30000 vario ?
Du willst 300 Watt für 24 m³ Bruttoflow raushauen?

Was nach deinem Bead und Spaltsieb hinten noch rauskommt, weiß ich nicht. Was hat der Bead überhaupt für Anschlüsse? Sind das diese niedlichen 63 mm Röhrchen mit Innendurchmesser 53,6 mm? Weißt du, wie stark das Wasser dort beschleunigt werden muss, um den ganzen Teich immer wieder da durchzupressen?

Würde ich so keinesfalls bauen.
 

Schubi1973

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Es sind die 63er-Rohre :D

Würde es die Sache besser machen wenn ich das System doch in reiner Schwerkraft betreiben würde und den Beadfilter doch in den Filterschacht stelle?
 

Kuckuck Bernd

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Schubi1973 schrieb:
Es sind die 63er-Rohre :D

Würde es die Sache besser machen wenn ich das System doch in reiner Schwerkraft betreiben würde und den Beadfilter doch in den Filterschacht stelle?
1. Der Filter muss im Schacht so hoch stehen, dass Du auch mal den Deckel öffnen kannst, wenn die Pumpe steht. Das bedeutet die obere Öffnung des Filtergehäuses muss über Teichneveau sein.
Zwar kann man mit Schiebern oder Kugelhähnen den Zulauf absperren, aber nach kurzer Zeit ist keine Schieber mehr 100% dicht!
2. Ein Beadfilter lebt von der Fließgeschwindig des eintretenden Wassers.
Also wird das in reiner Schwerkraft nie funktionieren! Du brauchst auf jeden Fall ein ordentliche Druckpumpe und die zieht Saft ( Kw )!
 
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