Hallo Petro!
Petro Wendelstain schrieb:
Hoher Protein(=Eiweiß)gehalt bedeutet hohe Ammoniakausscheidung. Das belastet die Kiemen und den Filter.
Das liegt dann eher am Knäckefutter.
Ich habe Babykoi wochenlang mit 60% Protein gefüttert, das Futter hatte allerdings auch 20% Fett.
Bei geeignetem ph-Wert und guter O2 Versorgung kneift und brennt da nichts an den Kiemen.
Muss der Koi seinen Energiebedarf aus dem Protein decken, steigt der NH3 stark an.
Petro Wendelstain schrieb:
Hoher Fettgehalt bringt Energie, wenn es die richtigen Fette sind, nämlich kurzkettige ungesättige Fettsäuren (z.B. Fischöl; Seetieröl besser nicht, das kann Allergien auslösen).
Fette besitzen fast identische Energiemengen, Fischöl(39kJ), Schweineschmalz(38kJ), Rapsöl(38kJ).
Bei der Verdaulichkeit sieht es ähnlich aus.
Sojaöl und Fischöl 95%
Rindertalg und Schweineschmalz 85%
Ist der Bedarf an ungesättigen Fettsäuren gedeckt, ist die Herkunft anderer Fette als Energieträger nebensächlich.
Petro Wendelstain schrieb:
Noch leichter als Fett sind jedoch aufgeschlossene Kohlenhydrate zu verdauen. Die Belastung der Koi durch die Verdauung ist also geringer. Darauf würde ich Wert legen.
Mich würden da eher Zahlen interessieren, inwieweit die Verdaulichkeit von Fetten zurück geht.
10% von 22°C auf 8°C?
20% von 12% auf 6°C?
Ansonsten kann ich den Fettgehalt im Winter auch weiter erhöhen und damit 25% weniger Futter geben bei gleicher Energiedichte.
Möglicherweise belaste ich meine Koi dadurch weniger.
Mich interessieren nur Zahlen, mit schlechter und weniger kann ich nichts anfangen.
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Brennend würde mich auch interessieren, wo die Aminosäuren aus dem Seetieröl herkommen
Und ganz nebenbei, Rapsöl hat einen mehrfach höheren Gehalt an Omega 3 gegenüber Fischöl.:wink: